Regionalsport

Mountain Attack: In Saalbach strahlte nicht nur der Rekordsieger

Christian Hoffmann holte bei Mountain Attack vierten Marathontitel. Zum Heimsieg lief Sarah Dreier. Auch andere Lokalmatadore glänzten.

Auf der letzten Abfahrt der Mountain Attack musste Christian Hoffmann am Freitagabend doch noch die Stirnlampe einschalten. Ungewohnt lange war es beim Skibergsteiger-Klassiker in Saalbach-Hinterglemm hell geblieben. Den Sieg über die Marathondistanz ließ sich der 47-jährige Routinier aus Oberösterreich aber auch bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr nehmen. Nach 2013, 2014 und 2016 kürte er sich erneut zum Mountain Man. "Ein super Rennen. Meine Taktik ist gut aufgegangen und ich habe das Tempo durchhalten können", sagte der im Ziel völlig entkräftete Sieger.

Bei perfekten Bedingungen bewältigte Hoffmann das 40-Kilometer-Rennen über 3000 Höhenmeter in 2:21:54 Stunden. Den Streckenrekord des Werfenwengers Jakob Herrmann, der am Wochenende bei der Pierra Menta in Frankreich um einen Podestplatz läuft, verpasste er um sieben Minuten. Mit dem vierten Triumph bei der 24. Auflage, die im Vorjahr coronabedingt ausgefallen und im Jänner um zwei weitere Monate verschoben worden war, stellte Hoffmann dennoch eine Bestmarke auf.

Hinter dem Langlauf-Olympiasieger von 2002, der auch vom Rückfall des lange Führenden Davide Magnini (Italien) profitiert hatte, folgten zwei weitere Österreicher. Der 20-jährige Juniorenweltmeister Paul Verbnjak aus Kärnten hatte Hoffmann im Generationenduell voll gefordert. Der Vorarlberger Daniel Ganahl wurde Dritter.

Im Damen-Marathon war Titelverteidigerin Alba De Silvestro nicht zu schlagen (2:57:42 Stunden). 26 Sekunden später kam Johanna Hiemer aus Schladming als erste Verfolgerin ins Ziel. "Mich freut es, dass ich unter drei Stunden geblieben bin. Ich habe mich sehr gut gefühlt, aber bergab habe ich gegen Alba keine Chance", sagte die Tour-Siegerin von 2020.

Hiemers Nachfolge trat eine Lokalmatadorin an. Die Neukirchnerin Sarah Dreier gewann die Tourwertung nach 2000 Höhenmetern souverän. "Es war super. Ich mag es mich zu schinden", sagte sie. Bei den Herren gewann der Italiener Martin Stofner. Daniel Zugg und Tatjana Paller siegten beim Schattberg-Race.

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