Schwimmen

Für Luka Mladenovic blieb wieder nur "Blech"

17-jähriger Salzburger verpasste auch in seinem zweiten Finale bei der Junioren-EM in Rom als Vierter nur knapp den Sprung aufs Stockerl.

Auch über 200 m Brust fehlten nur wenige Hundertstel zur Medaille. SN/gepa pictures
Auch über 200 m Brust fehlten nur wenige Hundertstel zur Medaille.

Zwei Mal war für Luka Mladenovic eine Medaille bei der Junioren-Europameisterschaft in Rom zum Greifen nah. Beide Male blieb für das große Salzburger Schwimmtalent am Ende nur Blech. Nachdem ihm zuvor über 100 m Brust sieben Hundertstel zum Sprung aufs Stockerl gefehlt hatten, verpasste er am Samstag über die doppelte Distanz Bronze um 14 Hundertstel. "Über 100 m hatte ich etwas Pech und über 200 m war ich leider etwas zu verkrampft", meinte Mladenovic.

Das hatte auch mit seinem Weg ins Finale zu tun. So war er im Vorlauf in 2:18,66 Minuten weit unter seinen Möglichkeiten geblieben und hatte sich nur mit etwas Glück als 15. für das Semifinale qualifiziert. Dort zeigte Mladenovic dann jedoch, warum 200 m Brust eigentlich seine Paradedisziplin sind. Der 17-Jährige zündete den Turbo und zog auf der Außenbahn der gesamten Konkurrenz davon. Dabei verbesserte er nicht nur seine eigene Bestmarke um 1,2 Sekunden, sondern zog in 2:13,31 Minuten auch als klar Schnellster ins Finale ein.

Damit hatte er plötzlich die Favoritenrolle inne und wurde dieser bis zur ersten Wende auch gerecht. Sein Anfangstempo konnte Mladenovic dann aber nicht halten. Auf den letzten 50 Metern rutschte er schließlich sogar noch aus den Medaillenrängen.

"Ich bin natürlich etwas traurig, ich hatte im Finale nicht ganz das super Gefühl aus dem Semifinale. Ich habe gespürt, dass ich auch gewinnen kann, das hat mich vielleicht etwas gehemmt", mutmaßte der enttäuschte Salzburger, dessen Semifinalzeit kein Konkurrent unterbieten konnte. Im Finale war jedoch auch er um 58 Hundertstel langsamer.

Landestrainer Ryaskov Plamen strich lieber das Positive hervor. "Eigentlich wollten wir heuer nur ins Finale und erst nächstes Jahr um die Medaillen mitschwimmen. Dass er dies bereits heuer als erst 17-Jähriger bei einer U18-EM so umsetzen kann, zeigt, wie gut er und wir arbeiten, was für ein Potenzial er hat", betonte sein langjähriger Coach.

Salzburgs zweite EM-Teilnehmerin Anastasia Tichy qualifizierte sich mit Salzburger Landesrekord (2:16,93) für das Semifinale über 200 m Delfin, wo sie 16. wurde. Über 50 m Delfin landete sie auf Platz 46, über die doppelte Distanz auf Rang 38.

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