Dominic Thiem blieb die Krönung versagt, aber nur vorläufig

Österreichs Tennisstar verliert ein dramatisches Endspiel gegen Novak Djokovic. Sein Weg dahin war aber der eines Siegers, dem der größte Triumph noch bevorsteht.

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Standpunkt Christian Mortsch

Welch ein Endspiel - Der Showdown bei den Australian Open hat alles gebracht, was Tennis zu bieten hat. Aus österreichischer Sicht natürlich gefehlt hat die Krönung von Dominic Thiem. Wenn und Aber hat im Sport nichts verloren. Es darf dennoch behauptet werden, dass Thiem dieses Finale wohl gegen jeden anderen gewonnen hätte, nur eben nicht gegen Novak Djokovic. Der Serbe schien im dritten Satz psychisch und körperlich am Ende zu sein. Wieder einmal. Und wieder einmal endet ein dramatisches Match über fünf Sätze trotzdem mit seinem Triumph.

Wenn überhaupt, dann kann sich Thiem vorwerfen, dass er die Situation, als Djokovic angezählt war, nicht ausgenutzt hat. Dass er die sich wenigen Chancen noch besser nutzen hätte können. Ja müssen, denn nichts weniger als eine perfekte Leistung braucht es, wenn man den nun 17-fachen Grand-Slam-Sieger bezwingen will. Und dennoch ist Thiem ein Sieger. Schon das Erreichen des Endspiels, sein Weg dorthin über körperliche Probleme, Unruhe nach der Trennung von Trainer Thomas Muster und vor allem heroische Siege über Rafael Nadal und Alexander Zverev, waren ein weiterer Meilenstein seiner beispiellosen Karriere und damit wieder ein Stück österreichische Sportgeschichte. Die Thiem noch weiter schreiben wird. Denn mit nun 26 Jahren ist er zwar besser als je zuvor, aber noch immer nicht am Zenit seiner Leistungsgrenze und damit auch nicht am Ende seiner Träume.

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