Anger (Bayern)

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Anger, südliche Ansicht von der Ortschaft Aufham aus
Anger, Ansicht vom Stoißberg
Ortschaft Aufham, mit der Pfarrkirche Aufham, Gemeinde Anger im Rupertiwinkel in Bayern
Rathaus in Anger

Anger ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land im Rupertiwinkel.

Geografie

Anger befindet sich auf einem leicht erhöhten Felssporn und fällt durch seine Erhabenheit den Autofahrern auf der in seiner Nähe vorbeiführenden Autobahn Salzburg−München ins Auge. Eine Einmaligkeit stellt die in der Ortsmitte gelegene Wiese dar.

Im Gemeindegebiet von Anger befindet sich an den Nordausläufern des Högl an der Kreisstraße zwischen Thundorf und Teisendorf die Ortschaft Vachenlueg. Vachenlueg verfügt über eine durchgehende Dorfstraße mit einer Ost- und einer Westzufahrt. Von Anger aus ist Vachenlueg über die Gemeindeverbindungsstraße zu erreichen.

Geschichte

Erst am 17. August 1937 erhielt die Gemeinde den Namen Anger, die vorher als Stoißberg bezeichnet wurde Im Gemeindegebiet befindet sich auch das frühere Kloster Höglwörth samt einem Weiher.

In Vachenlueg ereignete sich im Jahr 1954 nach lang anhaltenden Regenfällen ein riesiger Erdrutsch, bei dem zwei Bewohner umkamen und mehrere Häuser verschüttet wurden. In dieser Ortschaft befinden sich auch die Wallfahrtskapelle "Zu unserer lieben Frau" und daneben Mauerreste einer einstigen Burg der Haunsperger.

Im Ortsteil Steinanger steht die Filialkirche St. Georg am Steinhögl.

"Hans-Peter Porsche Traumwerk"

Im Süden von Anger fand am 1. September 2011 zur Errichtung der Ausstellungshalle statt. Auf einer Grundstücksfläche von 55 000 Quadratmetern entstand das "Hans-Peter Porsche Traumwerk". 20 000 Quadratmeter davon wurden als Garten gestaltet, in dem sich eine mittelgroße Gartenbahn befindet. Sie befördert Fahrgäste auf einer Gleislänge von 1,3 Kilometern. In der Ausstellungshalle befindet sich eine umfangreiche Modellsammlung: In Baugröße H 0 werden 2,7 Kilometer Gleise, dazu 540 Weichen, 176 Signale bespielt, 32 Schattenbahnhöfe nehmen ruhende Züge auf, 80 fahrende Modellautos und von 180 Zügen insgesamt sind bis zu 40 Einheiten mit Lok und Waggons kontinuierlich unterwegs. Auf einer Grundfläche von 400 Quadratmetern wird ein Eisenbahn-Betrieb unterhalten.[1]

Die Besucher können die Züge durch viele bekannte, im Modell nachgebaute Orte von Deutschland, Österreich und der Schweiz fahren sehen. Die Anlage bietet Platz für große Ausstellungen im Modell- oder Krippenbau und hat auch Fahrsimulatoren im Angebot. Auch auf Beleuchtungseffekte werde großer Wert gelegt, damit der Besuch einen besonderen Erlebniswert erlangt. Sogar ein Gewitter mit Blitz und Donner kann simuliert werden. Dafür sind 30 HD-Videoprojektoren mit 16 Computern im Einsatz.[1]

Hans-Peter Porsche, der Enkel des legendären Firmengründers Prof. Dr. Ing. h.c. Ferdinand Porsche, hatte sich damit seinen Traum verwirklicht und im Frühjahr 2015 wurde die Anlage eröffnet.

Höglwörth

Ortschaft Höglwörth, südöstliche Ansicht

Höglwörthist ein Ortsteil der Gemeinde. Die Geschichte Höglwörths ist sehr eng mit dem Augustiner Chorherrenstift Höglwörth verbunden. Das Kloster wurde auf einer Halbinsel im Höglwörther See errichtet. Dessen Entstehen wurde vom Abschmelzen des Saalachgletschers verursacht.

Wallfahrtskapelle "Zu unserer lieben Frau" in Vachenlueg

Die Entstehung der Wallfahrtskapelle Vachenlueg geht auf das Jahr 1413 zurück. Damals hatten zwei Söhne des Laufener Schiffsherrn Michael von Haunsperg das Gut Vachenlueg erworben und hatten sogleich mit einem Burgbau und der Errichtung einer Burgkapelle begonnen. Die Burg- und spätere Schlosskapelle war von Anfang an der Gottesmutter geweiht. Das Patronzinium "Mariä Opferung" ist am 21. November. Zum Anlass "600 Jahre Wallfahrtskapelle Zu unserer Lieben Frau" fand am 4. Mai 2014 ein großes Jubiläumsfest statt, an dem Korbinian Birnbacher, Erzabt von St. Peter in Salzburg den Festgottesdienst hielt.

Im Buch "Höglwörth" beschreibt Prälat Walter Brugger ausführlich die Geschichte von Vachenlueg. Der Name Vachenlueg bezeichnet einen abgemessenen, abwärts gelegenen Platz mit guter Fernsicht. Was die vorliegende Lage gut beschreibt. Die Kirche befindet sich unterhalb der Filialkirche St. Georg am Steinhögl nahe einer steil abfallenden Hangkante, an der im Jahr 1953 ein großer Hangrutsch stattfand.

Wegen der herrlichen Ausstattung im Innern zählt zählt sie zu den schönsten Wallfahrtskirchen im Berchtesgadener Land. Zu erwähnen sind auch die schönen Votivtafeln in der Kirche.

Pfarrkirche St. Martin in Thundorf

Das Patrozinium St. Martin, des fränkischen Reichsheiligen der Merowingerzeit, spricht zugleich für das offenbar frühe Entstehen einer kleinen Kirche auf der Anhöhe des Siedlungsgeländes. Erbaut im 15. Jahrhundert; im 17. Jahrhundert durch ein Seitenschiff vergrößert und verändert. 1739 Erneuerung des Kirchturmes mit "Zwiebel". Abbruch und Neubau der Kirche im Jahre 1921. Einweihung der neu erbauten Kirche durch Erzbischof und Kardinal Michael von Faulhaber am 30. Oktober 1921.

Bildergalerien

Bildergalerie Anger allgemein

Bildergalerie von der Pfarrkirche

Bildergalerie Höglwörth

Bildergalerie Thundorf

Bildergalerie Vachenlueg

Bildergalerie Ausblicke vom Berggasthof Stroblalm

weitere Bilder

 Anger (Bayern) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
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Weblinks

Quelle

  • Offizielle Homepage der Gemeinde Anger

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Quelle www.faz.net, abgefragt am 5. November 2011