Industriellenvereinigung Salzburg

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Die Vereinigung der Österreichischen Industrie, Landesgruppe Salzburg, ist ein Verein, der die Interessen der Salzburger Industrie vertritt.

Statutarischer Vereinszweck

Die Industriellenvereinigung bezweckt,

  • in Österreich tätige industrielle und im Zusammenhang mit der Industrie stehende Unternehmen sowie deren Eigentümer und Führungskräfte in freier und demokratischer Form zusammenzufassen;
  • deren Interessen besonders in beruflicher, betrieblicher und wirtschaftlicher Hinsicht auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu vertreten und wahrzunehmen,
  • industrielle Entwicklungen zu fördern,
  • Rahmenbedingungen für Bestand und Entscheidungsfreiheit des Unternehmertums zu sichern und
  • Verständnis für Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu verbreiten.[1]

Leitung

Präsident der Salzburger Industriellenvereinigung ist (seit 2016) Dr. Peter Unterkofler, Vizepräsidenten sind Dipl.-Ing. Peter Malata, Mag. Marianne Kusejko, und Dr. Leonhard Schitter, Geschäftsführerin ist Mag. Irene Schulte.[1]

Anschrift

Vereinigung der Österreichischen Industrie, Landesgruppe Salzburg
Franz-Josef-Straße 13
5020 Salzburg
www.iv-salzburg.at

Geschichte

Am 12. März 1947 fand auf Einladung von Dipl.-Ing. Rolf Weinberger die Gründungsversammlung des Vereins im Bischofssaal des Landesregierungsgebäudes Mozartplatz 1 statt. Weinberger wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Die damalige Bezeichnung war „Vereinigung Oesterreichischer Industrieller, Landesgruppe Salzburg“.

In den ersten Jahren war man auf die Unterstützung der Wiener Zentrale der Österreichischen Industriellenvereinigung angewiesen. Erst in den 1950er-Jahren wurde das Haus der Industrie – später in Rolf-Weinberger-Haus umbenannt – in der Franz-Josef-Straße 13 bezogen.

Fast 32 Jahre lang, von 1947 bis 1978, leitete Rolf Weinberger die Salzburger Industriellenvereinigung in Personalunion mit dem Vorsitz der Sektion Industrie der Salzburger Handelskammer.

Sein Nachfolger, Ing. Carl-Eberhard Moldan, führte diese Personalunion fort. Er setzte im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wesentliche Akzente. In seiner Ära wurde bis 1986 der Mitgliederstand auf mehr als 200 ausgebaut und stieg der Beschäftigtenstand auf nahezu 22.000.

Auf Ing. Moldan folgte im Jahr 1986 der bisherige Vizepräsident Alfons Schneider. Er trat oft in den Medien in Erscheinung, etwa als Verfechter des österreichischen Vollbeitritts zur Europäischen Gemeinschaft. Seine industriepolitischen Schwerpunkte sah Schneider vor allem im Bereich der Infrastruktur. Gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Gerhard Heinrich brachte er die Interessen der Industrie auch in der Landespolitik zur Geltung. Die Industrie sah sich damals einer bedenklichen Umweltdiskussion und einem Trend zur „Entindustrialisierung“ – bedingt etwa durch ausländische Standortkonkurrenz – gegenüber, wobei die Zahl der in der Industrie Beschäftigten zu Beginn des neuen Jahrtausends auf ca.21 500 Personen sank. Der EG-Beitritt, die Verminderung der Kammerbeiträge und die Überwindung der im Land vorherrschenden industriefeindlichen Grundstimmung waren echte Erfolge der Ära Schneider. Im Juni 2002 schied Schneider aus seiner Funktion und wurde vom Vorstand der Industriellenvereinigung zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit ernannt.

Der neue Präsident, Dipl.-Ing. Josef Wöhrer, zugleich Spartenobmann der Industrie in der Wirtschaftskammer Salzburg, setzte durch ein Standortabkommen mit der Salzburger Landesregierung ein neues industriepolitisches Signal. In einem Arbeitsübereinkommen mit der neuen Landesregierung wurden am 11. April 2005 fünfzig Maßnahmen vereinbart. In der Folge wurde die Forderung nach einer HTL im Pongau ebenso umgesetzt wie das Technikmodulstudium, das von der Universität Salzburg in Kooperation mit der Technischen Universität in München eingerichtet wurde. Wöhrer trat auch erfolgreich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung ein.

Im Jahr 2007 folgte ihm Mag. Rudolf Zrost, im Jahr 2016 Dr. Peter Unterkofler.

Präsidenten

Quellen