Johannes Miller

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Oberschulrat i. R. Johannes Miller, auch Hannes Miller, (* 30. September 1931) ist ein ehemaliger Volksschuldirektor und Politiker (ÖVP). Von 2004 bis 2006 war er Abgeordneter zum Salzburger Landtag.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hannes Miller wurde als dritter Sohn des gelernten Schlossers Franz Miller und seiner Frau Adele in Wiener Neustadt () geboren. Als sein Vater eine Anstellung in Wien erhielt, übernahm seine Mutter die Bäckerei ihres Vaters und übersiedelte mit den Kindern nach Winzendorf bei Wiener Neustadt. Dort wuchs Hannes Wimmer auf. Allerdings floh die Familie vor den Russischen Truppen nach Salzburg, wo Wimmer von 1946 bis 1951 die Lehrerbildungsanstalt absolvierte. Nach seiner Matura unterrichtete er zunächst ein Jahr in Saalfelden, die folgenden zwei Jahre in Lend, dann in Hintersee, in Obereching, in Sighartstein und in Berndorf. Seit 1957 war er an der Volksschule Obereching tätig, an der er 1967 auch die Schulleitung übernahm und bis zu seiner Pensionierung 1990 inne hatte.

In St. Georgen bei Salzburg war Obmann des lokalen ÖAAB, von 1960 bis 1964 Gemeinderat und Obmann des Schul- und Kulturausschusses. 1967 bis 1974 war er Vizebürgermeister. Er war Gründungsmitglied des USV St. Georgen und mehrere Jahre Vereinsobmann.

Hannes Miller legte seit Anfang der 60er Jahre den Grundstock zur Sammlung des Heimatmuseums im Sigl-Haus, die bis zur Eröffnung des Heimatmuseums im Dachboden der Volksschule Obereching zwischengelagert wurden. Er war 1983 maßgeblich beteiligt an der Gründung des Kulturförderungsvereins St. Georgen, der für die Wiedererrichtung des 1980 abgetragenen Sigl-Hauses an seinem jetzigen Standort eintrat. Bis 1985 war er Kostos des Heimatmuseums und von 1988 bis 1993 Obmann-Stellvertreter, 2010 bis 2015 Obmann des Kulturfördervereins.

Miller trat bei der Salzburger Landtagswahl des Jahres 2004 für die ÖVP an. Er kündigte an, sich für den Flachgau und die Jugend einsetzen zu wollen. Auf Grund einer hohen Anzahl an Vorzugsstimmen und des ÖVP-internen Vorzugsstimmenmodells wurde er auf der ÖVP-Liste vorgereiht und zog am 28. April 2004 als seinerzeit ältester Abgeordneter[1] in den Landtag ein. Parteiintern wurde vereinbart, dass er das Mandat nach zweieinhalb Jahren zurücklegen würde. Am 17. Oktober 2006 legte Miller - kurz nach seinem 75. Geburtstag - sein Landtagsmandat nieder. Ihm folgte Waltraud Ebner nach.[2]

Miller war außerdem stellvertretender Landesobmann des ÖVP-Seniorenbundes.

Eine Sonderausstellung des Museumsvereins zeigte im Sommer 2013 im Heimatmuseum Sigl Haus in St. Georgen Hannes Millers archäologisches Lebenswerk.

Hannes Miller ist verheiratet mit seiner Lehrer-Kollegin und Nachfolgerin als Schulleiterin in Obereching, Felicitas Miller, mit der er vier Kinder hat.

Ehrungen

Am 10. November 2010 erhielt er von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller einen persönlich gewidmeten Ehrenbecher überreicht.[3]

Am 20. November 2015 wurde ihm von Landeshauptmann Haslauer für seine Verdienste um das Heimatmuseum Sigl-Haus das Verdienstzeichen des Landes Salzburg verliehen.

Werke

Miller, Hannes: "Ad Georgii ecclesiam". Heimatchronik von St. Georgen bei Salzburg, St. Georgen bei Salzburg 1989

Quellen

Zeitfolge
Vorgänger

Ernst Wimmer

Direktor der Volksschule Obereching
19661990
Nachfolger

Felicitas Miller