Landschaftsgarten Hellbrunn

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Der Hellbrunner Landschaftsgarten von der Hohen Aussicht des Hellbrunnerberges aus gesehen
Der Landschaftsgarten Hellbrunn ist der den Hellbrunner Schlosspark umgebende Landschaftsraum im Süden der Stadt Salzburg und in der Gemeinde Anif.

Wesen und Umfang des Landschaftsgartens

Der Schlosspark Hellbrunn endet dem Wesen nach keineswegs an der den Park umgebenden Schlossgartenmauer. Er umfasst auch den umgebenden Landschaftsraum, der von Santino Solari etwa durch verschiedene Alleen (Allee=schattiger Gartenweg) und Schlösschen als Teil des Schlossgartens mit gestaltet wurde.

Der erweitere Landschaftsgarten Hellbrunn sollte gemäß dem Gartenkonzept von Hellbrunn fast bis zum Horizontz reichen, er ist außerhalb der Schlossmauer vor allem von zwei langen baumbestandenen Fürstenwegen geprägt: Der eine ist bis heute unter dem Namen Fürstenweg bekannt und erstreckt sich in der Schlossachse über das Ostportal des Schlosses durch freie Wiesen und durch den Auwaldsaum bis zur Salzach. Er wurde außerhalb der Schlossmauern einheitlich mit Winterlinden bepflanzt. Die dritte bedeutsame Allee Hellbrunns ist die Fichtenallee Hellbrunn die im Osten des manieristischen Gartens nach Südosten zum Schloss Goldenstein hin weist.

Der längste geradlinige „Fürstenweg“ von Hellbrunn, die Hellbrunner Allee folgt in ihrem Verlauf jener Achse, die vom fürsterzbischöflichen Wasserschloss Freisaal zur höchsten Erhebung des Waldemsberges (heute Hellbrunner Berg) und geradlinig weiter zum Wasserschloss Anif führt. Der baumbestandene Weg verläuft dabei im Osten landschaftlich reizvoll zwischen einem vielgestaltigen Auwaldsaum und verschwiegenen Auwiesen, zwischen die sich der einst breite Eschenbach hindurchschlängelte, der heute weitestgehend trocken gefallen ist. Im Westen der Allee breitet sich eine vom Hellbrunner Bach durchzogene Acker- und Wiesenlandschaft mit dem Morzger Hügel und dem idyllischen Dorf Morzg im Hintergrund aus. Am Weg nach Süden blieb in der Allee das Schloss Hellbrunn bis zum Ostportal des Schlosses bewusst verborgen, Hellbrunn verstand sich von Anbeginn als „Garten der Überraschungen“. Zum Hellbrunner Landschaftsgarten gehörte historisch auch der Raum von Freisaal, sowie der heute großteils verbaute Raum um die Fürstenallee und um die Hellbrunnerstraße sowie der Landschaftsraum um Schloss Anif.

Schösser im Landschaftsgarten Hellbrunn

Einstige und heutige herrschaftliche Alleen als Gartenachsen im Landschaftsgarten

  • Allee von Schloss Anif auf Schloss Goldenstein weisend (nicht erhalten)
  • Hellbrunner Allee historisch zuerst eine Eichen- Rotbuchen- und Pappelallee) als Achse zwischen den Wasserschlössern Freisaal und Anif
  • Lindenallee Fürstenweg vom Ehrenhof zum Auwaldsaum und als Allee weiter zur Salzach führend
  • Fichtenallee Hellbrunn im Schlosspark Hellbrunn, nach Osten zum Schloss Goldenstein weisend
  • Obstbaumallee des Schlosses Emslieb zum Salzach-Auwald führend, leider nur als zahnlückige Obstbaumreihe erhalten, eine Vervollständigung der Allee nach Zustimmung von Stift Nonnberg ist sehr wichtig.
  • Obstbaumallee von der Emsburg bis zum Auwaldsaum und als Durchschlag einst weiter zur Salzach führend, heute einseitig entlang des Kreuzhofweges bepflanzt
  • Obstbaumallee von Schloss Frohnburg, einst bis zum Auwaldsaum und als Durchschlag zur Salzach führeend
  • Obstbaumallee von Schloss Freisaal zum Meierhof von Freisaal führend
  • Freisaalallee (heute Hofhaymer Allee), südlich von Schloss Freisaal, keine beidseitige Allee mehr, teilweise verbaut, Fahrweg deutlich verbreitert und ausgebaut).

Literatur und Quellen