Mathias Rumpler

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Mathias Rumpler (* 3. Februar 1771 in Petting, Erzstift, heute Bayern; † 17. März 1846 in Seekirchen) war Stiftsdechant von Seekirchen und Schriftsteller.

Leben

Der im salzburgischen "Rupertiwinkl" geborene Mathias Rumpler wurde am 25. Mai 1793 zum Priester geweiht und später wirklicher fürsterzbischöflicher Konsistorialrat. Seine am 29. November 1832 erfolgte Ernennung zum Stiftsdechanten in Seekirchen wird als der Wiederbeginn des Kollegiatstifts angesehen. Kaiser Franz II./I. hatte dies per Dekret schon am 12. Mai 1832 verfügt. Am 28. Dezember des selben Jahres erließ der Erzbischof ein Reorganistationsstatut für das Stift.

Bis zum 27. März 1833 hatte Rumpler drei Kanoniker bestellt, sodass dieser Zeitpunkt als der offizielle Neubeginn des Kollegiatstift gilt. Rumpler hatte mit Auseinandersetzungen unter den Kanonikern zu kämpfen und musste sein Amt am 15. August 1840 auf Grund "unheilbarer Geisteszerrüttung" abgeben. Er starb sechs Jahre später nachdem er kurz zuvor noch zum Jubelpriester geworden war.

Rumpler war der erste Geschichtsschreiber über das salzburgisch-österreichische Bildungswesens, über das er grundlegende Werke verfasste. Sein schriftstellerisches Wirken war besonders durch seine volksbildnerischen Ambitionen getragenen. In seinen Arbeiten beschäftigte er sich mit theologischen, pädagogischen und historischen Themen.

Werke (Auswahl)

  • Ueber den ersten Lese- und Schreib-Unterricht in Schulen, 1801
  • Geschichte von Salzburg, Verlag der Mayrischen Buchhandlung, Salzburg 1803
  • Legende der Heiligen für Kinder, 2 Bände, 1803–04

Quellen

Zeitfolge