Oliver Bierhoff

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Oliver Bierhoff bei der WM 2006
Oliver Bierhoff (* 1. Mai 1968 in Karlsruhe, Deutschland) ist ein ehemaliger Legionär in Diensten von Austria Salzburg.

Bierhoff und Salzburg

Der U21-Teamspieler Oliver Bierhoff kam nach wenig berauschenden Gastspielen beim Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach in der deutschen Bundesliga im Juli 1990 zu Austria Salzburg und avancierte hier innerhalb weniger Wochen zum Publikumsliebling. Bierhoff hatte einen Blitzstart im Austria-Dress: Vier Tore in seinem ersten Spiel gegen St. Pölten am 31. Juli 1990 legten die Grundlage für einen erfolgreichen Lauf zur neuen Austria-Bestmarke von 23 Saisontreffern in der Bundesliga. Im Cup steuerte er weitere drei Tore bei. In der Torschützenliste der Bundesliga belegte er damit aber nur den zweiten Platz hinter FC-Tirol-Spieler Vaclav Danek.

Durch seinen Erfolgsrun in Salzburg wurden internationale Vereine auf den Badener aufmerksam und so konnte ihn Austria Salzburg am Ende der Saison 1990/1991 nicht halten. Sein letztes Tor für die Austria erzielte Bierhoff am 24. Mai 1991 auswärts gegen die Admira zum Endstand von 1:1, das letzte Spiel in Salzburg bestritt er am 12. Juni 1991, eine 1:2-Heimniederlage gegen Vizemeister Tirol. Er wechselte nach Italien und setzte dort bei Ascoli Calcio und allen weiteren Stationen seine Karriere mit großem Erfolg fort.

Für die Hochzeit mit seiner Lebensgefährtin Clara im Juni 2001 wählte Oliver Bierhoff das Salzburger Schloss Mirabell als Schauplatz.

Oliver Bierhoffs Torrekord wurde in der Saison 2008/2009 bereits in Runde 18 von Marc Janko gebrochen.

Schatztruhe

Als am 5. Juli 1990 in Salzburg ein 22-jähriger deutscher Stürmer eintraf, um bei der Austria ein Probetraining zu absolvieren, ahnte wohl niemand, dass mit der später erfolgenden Verpflichtung eine Weltkarriere beginnen würde: Oliver Bierhoff hieß der junge Mann, der von Essen über Uerdingen zum Hamburger SV gelangt war, von diesem nach Mönchengladbach verliehen wurde und nun eine neue Herausforderung suchte. Besitzer HSV war bei der Ablöse generös, Austria-Chef Rudi Quehenberger brachte die verlangten 1,9 Mill. Schilling im 22-Millionen-Budget unter und sein Trainer Kurt Wiebach freute sich über den Coup – nach heutiger Währung 140.000 Euro wert.

Und Bierhoff traf schon im ersten Match: beim 8:1 in Henndorf schoss er ebenso zwei Tore wie dann in den Probespielen gegen Eben, Golling und Mühlbach/Hochkönig. Beim 1:2 gegen Rapid in Zell am See ging er leer aus, bei der Bundesliga-Generalprobe gegen Nitra warf ihn eine Darmgrippe aufs Bett. Dann stand der Meisterschaftsauftakt in Graz gegen Sturm an – Bierhoff saß nur auf der Ersatzbank, die Violetten gingen mit 0:4 unter. Vier Tage später spielte die Austria in Lehen gegen St. Pölten. Oliver Bierhoff gab sein Ligadebüt und steuerte zum 5:1-Sieg der Hausherren gleich vier Tore bei, drei erzielte der Deutsche mit dem Kopf.

Oliver Bierhoff war an diesem Tag in Salzburg "angekommen", Sprechchöre begleiteten ihn in die Kabine, die violette Führung strahlte. Der 1,92-Meter-Riese mit der Nummer 20 auf dem Trikot wurde zum Publikumsliebling, erzielte für den Tabellenfünften in der Saison als zweitbester Bundesliga-Schütze 23 Tore und war im Sommer darauf begehrtes Transferobjekt. Das nützt die Austria und verkaufte den Goalgetter für die heimische Rekordsumme von fünf Millionen Schilling an Inter Mailand. Der weitere Erfolgsweg Bierhoffs ist bekannt: Torschützenkönig für Ascoli in der Serie B, für Udinese in der Serie A, Meister mit Milan 1999, 1996 die entscheidenden zwei Tore beim EM-Titel, Vizeweltmeister 2002, Karriereende 2003 in Verona und nach 70 Länderspielen. Seither beim Deutschen Fußballbund Manager der Nationalmannschaft mit Wohnsitz am Starnberger See und gelegentlichen Besuchen in Salzburg.

Weiterführend

Für Informationen zu Oliver Bierhoff, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen