Michaela Kirchgasser

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Michaela Kirchgasser bei der Leonidas-Sportgala 2013
Michaela Kirchgasser
Michaela Kirchgasser holt die Silbermedaille beim WM-Slalom in Schladming 2013
Slalomsieg beim Weltcupfinale in Schladming 2012
Siegerfoto bei ihrem Slalomsieg in Schladming

Michaela Kirchgasser (* 18. März 1985 in Filzmoos, Pongau) ist eine Salzburger Skirennläuferin, die für den USK Filzmoos startet.

Karriere

Die Filzmooserin Michaela Kirchgasser steht seit dem dritten Lebensjahr auf Skiern und feierte mit 5 Jahren ihren ersten Erfolg als Kindergartenmeisterin. Ihre schulische Ausbildung genoss sie in Schladming, zuerst an der Skihauptschule, dann in der Skihandelsschule. 2006 legte sie die HAK Matura ab.

Die Landeskaderläuferin Kirchgasser durfte am 9. Dezember 2001 erstmals im Weltcup starten und qualifizierte sich im Slalom von Sestriere sofort für das Finale, in dem sie Platz 17 belegte. Im April 2002 wurde sie österreichische Meisterin in der Abfahrt.

Während sie sporadisch im Weltcup eingesetzt wurde erreichte Michaela Kirchgasser vor allem auch im Jugendbereich immer wieder herausragende Ergebnisse. So gewann sie bei der Junioren-WM 2003 Gold im Slalom und Silber in der Kombiantion. 2005 gewann sie die Europacupwertung im Riesentorlauf und wurde in der Gesamtwertung Zweite.

2006 qualifizierte sie sich für die Olympischen Winterspiele in Turin und belegte dort bei drei Einsätzen die Plätze 5 und 6. Im Riesentorlauf scheiterte sie im zweiten Durchgang.

Die Saison 2007 sollte Kirchgassers Durchbruch im Weltcup werden. Zum Start holte sie am 25. November 2006 in Aspen mit Platz 3 im Riesentorlauf ihren ersten Podestplatz. Sie qualifizierte sich für die Ski-WM in Åre und gewann dort mit der Mannschaft am 18. Februar 2007 Gold im Teambewerb. Kurz danach gelang ihr im RTL von Sierra Nevada am 24. Februar der erste Sieg im Weltcup. Insgesamt reichte es in diesem Winter zu Platz 3 in der Riesenslalom-Wertung und Platz 4 in der Kombination. Bei der Wahl zu Salzburgs Sportlerin des Jahres wählten die Salzburger Kirchgasser hinter Marlies Schild auf Platz 2.

2009 qualifizierte sich Kirchgasser trotz einer durchwachsenen Saison mit nur einem Stockerlplatz für die Weltmeisterschaften in Val d'Isere, wo sie im Riesentorlauf als beste Österreicherin Rang 5 belegte, in Kombination und Slalom aber jeweils ausschied. Kurz nach der WM beendete ein Sturz im Abfahrtstraining von Tarvis ihre Saison vorzeitig: Kirchgasser zog sich eine Meniskusverletzung zu.

2010 erreichte Kirchgasser nur einmal das Podium eines Weltcupbewerbs, als Zweite in der Superkombi von St. Moritz (CH). Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver konnte sie sich bei drei Einsätzen nicht wie erhofft in Szene setzen.

Bei der Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen (D) errang sie mit dem Team (in dem auch die weiteren Salzburger Marlies Schild, Anna Fenninger und Philipp Schörghofer standen) Silber. Im Winter 2012 fuhr Kirchgasser ihre bislang herausragendste Saison. 10 Top10 Plätze, vier Top 3 Platzierungen und die Weltcupsiege zwei und drei, der letztere dabei bei der WM-Generalprobe in Schladming, bedeuteten Rang zwei in der Slalom-Gesamtwertung.

2013 qualifizierte sie sich erst mit einem fünften Platz im Slalom von Marburg fix für die Heim-WM in Schladming. Dort holte sie zuerst im Teambewerb mit Gold ihre dritte "Teammedaille" und am 16. Februar 2013 dann im Slalom mit Silber ihre erste Einzelmedaille bei einem Großereignis.

Am 9. Februar 2015 gewinnt sie bei der Ski-WM in Vail / Beaver Creek Bronze in der Alpinen Kombination. Einen Tag danach folgt der Sieg mit der österreichischen Mannschaft im Teambewerb.

Am 7. Mai 2016 heiratete sie ihren Mann Sebastian Kirchgasser.[1] Ihr Freund und jetziger Mann trägt zufällig den gleichen Nachnamen wie sie.

In der Saison 2015/2016 hat sie in Jasna ihr Knie "beleidigt" und sich im August 2016 einer Arthroskopie des linken Knies unterzogen. Trotz der Probleme und reduzierten Trainings hat sie im WM-Winter mehrere Top-Ten-Plätze abgeliefert. Im Dezember war sie in Val d'Isere sogar Kombi-Fünfte gewesen. Bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz gelang ihr trotz der gesundheitsbedingten schwierigen Saison am 10. Februar 2017 in der Alpinen Kombination der dritte Platz.

Eigentlich hätte ihr 310. Start auf höchster Ebene im Zeichen der fünf Ringe erfolgen und im Idealfall mit der so lang ersehnten Olympiamedaille enden sollen. Doch nach einer durch Verletzungen und Ausfällen geprägten Weltcupsaison 2017/2018 wurde sie für die Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang (Südkorea) nicht nominiert. So war der Slalom in Ofterschwang (Deutschland) am 10. März 2018 der 310. und gleichzeitig letzte Start in ihrer 17-jährigen Weltcupkarriere. Dabei zelebrierte "Kirchi" ihren Abschied in außergewöhnlichem "Dirndl"-Outfit. [2]

In ihrer Heimatgemeinde Filzmoos ist Michaela Kirchgasser Mitglied der Trachtenmusikkapelle Filzmoos.

Erfolge

Übersicht

  • 3x Gold bei der Ski-WM in Åre (2007, Teambewerb), in Schladming (2013, Teambewerb) und in Vail / Beaver Creek (2015, Teambewerb)
  • 2x Silber bei der Ski-WM in Garmisch (2011, Teambewerb) und in Schladming (2013, Slalom)
  • 2x Bronze bei der Ski-WM in Vail / Beaver Creek (2015, Alpine Kombination)und St. Moritz (2017, Alpine Kombination)
  • 3 Weltcupsiege
  • 16 Podestplätze im Weltcup
  • 7 Europacupsiege
  • 1x Gold bei Junioren Ski-WM (2003)
  • 1x Silber bei Junioren Ski-WM (2003)
  • 1x Bronze bei Junioren Ski-WM (2005)
  • 5x Staatsmeisterin (2002 und 2008 in der Abfahrt, 2003 und 2008 in der Kombination sowie 2007 im Riesenslalom)

Weltmeisterschaften

Platzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Datum Ort Disziplin Nation
4. 13.02.2007 Åre Riesentorlauf SWE
9. 16.02.2007 Åre Slalom SWE
1. 16.02.2007 Åre Teambewerb SWE
5. 12.02.2009 Val d'Isere Riesentorlauf FRA
13. 11.02.2011 Garmisch-Partenkirchen Super-Kombination GER
2. 16.02.2011 Garmisch-Partenkirchen Teambewerb GER
4. 08.02.2013 Schladming Super-Kombination AUT
1. 12.02.2013 Schladming Teambewerb AUT
2. 16.02.2013 Schladming Slalom AUT
3. 09.02.2015 Vail / Beaver Creek Alpine Kombination USA
1. 10.02.2015 Vail / Beaver Creek Teambewerb USA
6. 12.02.2015 Vail / Beaver Creek Riesentorlauf USA
3. 10.02.2017 St. Moritz Alpine Kombination SUI
12. 16.02.2017 St. Moritz Riesentorlauf SUI
6. 18.02.2017 St. Moritz Slalom SUI

Olympische Winterspiele

Platzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Datum Ort Disziplin Nation
6. 18.02.2006 Sestriere Alpine Kombination ITA
5. 18.02.2006 Sestriere Slalom ITA
DNF2 [3] 24.02.2006 Sestriere Riesentorlauf ITA
9. 18.02.2010 Vancouver - Whistler Creekside Alpine Kombination CAN
15. 25.02.2010 Vancouver - Whistler Creekside Riesentorlauf CAN
DNF2 26.02.2010 Vancouver - Whistler Creekside Riesentorlauf CAN
7. 10.02.2014 Sotschi Alpine Kombination RUS
12. 18.02.2014 Sotschi Riesentorlauf RUS
DNF2 21.02.2014 Sotschi Slalom RUS

Weltcup 2006/2007

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
3. Riesentorlauf Aspen USA
2. Super-Kombination Reiteralm (Pichl-Preunegg) AUT
1. Riesentorlauf Sierra Nevada (ESP) ESP
3. Riesentorlauf Zwiesel GER
3. Riesentorlauf Lenzerheide SUI
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
8. Gesamt 657
3. Riesentorlauf 357
4. Super-Kombination 152
13. Slalom 148


Weltcup 2008/2009

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
2. Riesentorlauf Cortina d'Ampezzo ITA
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
33. Gesamt 235
13. Slalom 120
18. Riesentorlauf 83
21. Super-Kombination 32


Weltcup 2009/2010

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
2. Super-Kombination St. Moritz SUI
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
22. Gesamt 334
10. Riesentorlauf 188
17. Super-Kombination 50
20. Super-Kombination 96


Weltcup 2011/2012

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
3. Slalom Zagreb CRO
1. Slalom Kranjska Gora SLO
2. City-Event Moskau RUS
1. Slalom Schladming AUT
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
10. Gesamt 636
2. Slalom 452
2. City-Event 80
21. Riesentorlauf 104


Weltcup 2012/2013

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
3. City Event München GER
3. Super-Kombi Meribel FRA
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
14. Gesamt 448
3. City-Event 100
3. Super-Kombination 89
12. Slalom 106
16. Slalom 153


Weltcup 2013/2014

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
2. Super-Kombination Altenmarkt/Zauchensee AUT
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
25. Gesamt 274
2. Super-Kombination 80
15. Slalom 150
30. Riesentorlauf 44


Weltcup 2014/2015

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
29. Gesamt 253
8. Alpine Kombination 32
16. Slalom und City Event 144
22. Riesentorlauf 77


Weltcup 2015/2016

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
3. Kombination Val d'Isere FRA
2. Kombination Lenzerheide SUI
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
15. Gesamt 616
3. Kombination 153
10. Slalom 280
12. Riesentorlauf 179
50. Super-G 4


Weltcup 2016/2017

Podestplatzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Disziplin Ort Nation
3. Alpine Kombination Crans Montana SUI
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
28. Gesamt 308
4. Kombination 105
18. Riesentorlauf 134
26. Slalom 69


Auszeichnungen

Michaela Kirchgasser mit Anna Fenninger bei der Gala zur Wahl der Sportlerin des Jahres 2013


Weitere Bilder

 Michaela Kirchgasser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise