Pfarre Hüttschlag

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Pfarrkirche und Friedhof

Die römisch-katholische erzbischöfliche Pfarre Hüttschlag dient der seelsorglichen Betreuung der Katholiken der Pongauer Gemeinde Hüttschlag.

Allgemeines, Pfarrbereich

Die Pfarre gehört zum Dekanat St. Johann im Pongau der Erzdiözese Salzburg und bildet mit der Pfarre Großarl einen Pfarrverband, den Pfarrverband Großarl und Hüttschlag (auch „Pfarrverband Großarltal“).

Der Pfarrbereich deckt sich mit dem Gemeindegebiet von Hüttschlag.

Pfarrkirche

Pfarrkirche ist die Pfarrkirche zum hl. Josef (Patrozinium: 19. März). Bemerkenswert ist u. a., dass die Kirche auf Anregung eines betroffenen Kirchenbesuchers vor Jahren mittels Sponsorgeldern mit einer Induktionsschleife ausgestattet wurde und damit Barrierefreiheit für Hörbeeinträchtigte ermöglicht.

Pfarrer

Hauptartikel Pfarrer von Hüttschlag

Pfarrer ist Mag. Egbert Piroth.

Geschichte

Im Hoch- und Spätmittelalter war St. Veit im Pongau die Mutterpfarre auch für das Großarltal. Für die großen kirchlichen Feste kam ein Vikar aus St. Veit ins Großarltal, um hier Gottesdienste zu feiern, zu anderen Festen mussten die Talbewohner hinaus nach St. Veit zur Messe gehen (daher kam der Ausspruch: „Wann der erste Stockhammer (d. h. der südlichste Bauer von Hüttschlag) da ist, kann die Messe beginnen.“).

Als der schon im Mittelalter Bergbau auf Kupfer und Schwefelkies im 17. Jh. zu blühen begann, ließ Erzbischof Max Gandolf für die Bergarbeiter „bei den Schmelzhütten in Großarl" eine hölzerne Kapelle errichten, die freilich rasch zu klein wurde. 1675 wurde der Seelsorgesprengel Hüttschlag als eigenes Vikariat von Großarl abgetrennt, 1679 Kirche und Vikariatshaus erbaut.

Das Großarltal war auch von der großen Protestantenvertreibung der Jahre 1731/32 betroffen, durch die es ein Drittel seiner Bevölkerung verlor. Zur Ausgleichung des Bevölkerungsverlustes wurden katholische Neusiedler angeworben.

Nach der Errichtung der Pfarre Großarl (1806) war Hüttau ein Vikariat dieser Pfarre.[1] Seine Pfarrerhebung erfolgte im Jahr 1891[2].

Quellen

Pfarre Hüttschlag
  • Pillwein, Benedikt: Das Herzogthum Salzburg oder der Salzburger Kreis, Historisch-geographisch-statistisch beschrieben, und als ein selbstständiges Lese-, Studier- und Nachschlage-Buch bearbeitet. Linz 1839. [S. 463 f.

Einzelnachweise, Anmerkungen

  1. Siehe Bastgen, Hubert: Eine amtliche Berichterstattung über den Diözesanstand in dem Erzbistum Salzburg im Jahre 1806, in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 52, 1912, S. 73-100 (Digitalisate: ZoBoDat, ANNO) (S. 91).
  2. Die einigen kirchenoffiziellen Quellen entnehmbare Jahreszahl 1898 ist zu verwerfen: Aus dem Taufbuch der Pfarre Hüttschlag (Bd. VIII fol. 131) ergibt sich, dass der bisherige Vikar seit 1891 Pfarrer war und dass Hüttschlag somit zu den sehr zahlreichen Pfarren der Erzdiözese gehört, die im Jahr 1891 errichtet wurden.

Weblinks