Salzburger Pressverein

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v.l.: MMag. Gerald Klonner, Geschäftsführer des Salzburger Pressvereins, Univ.-Prof. Dr. Christoph Lepschy, Universität Mozarteum, Abteilung Schauspiel und Regie, Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner, Universität Salzburg, und DI Architekt Wilfried Haertl, Obmann des Salzburger Pressvereins, anlässlich der Eröffnung des KunstQuartiers

Der Salzburger Pressverein ist ein Verein, der sich die Verbreitung und Vertiefung christlicher Werte auf Basis ethischer Grundsätze zum Ziel gesetzt hat.

Vereinszweck

Gemäß § 2 der Vereinsstatuten

  • ist der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn berechnet ist, unpolitisch und überparteilich;
  • bezweckt der Verein die Verbreitung und Vertiefung christlicher Werte auf Basis ethischer Grundsätze.[1]

Er wurde am 9. Dezember 1908 zu dem Zweck gegründet, der katholischen Presse in Salzburg eine geregelte Entwicklung zu sichern.

Mitglieder und Organe

Der Pressverein darf derzeit (2007)[2] maximal zwanzig Mitglieder haben; deren eine Hälfte stammt aus der ÖVP, die andere Hälfte ist der katholischen Kirche zuzurechnen.

Der Vorstand setzt sich (2016) wie folgt zusammen:[1]

Geschichte

Kanonikus Josef Lahnsteiner gründete 1904 einen kleinen Verein zur Förderung der katholischen Presse und machte sich daran, Abonnenten und Inserenten für die Tageszeitung Salzburger Chronik zu gewinnen. Auf seinen Vorschlag wurde auch der in Thalgau geborene Kanonikus Daniel Etter nach Salzburg berufen, um den Stellenwert der katholischen Presse zu heben.

Aus diesem Verein ging dann der Salzburger Pressverein hervor, der am 16. Dezember 1908 die Herausgabe der katholischen Salzburger Chronik übernahm. Am 1. Oktober 1910 wurde die Zaunrith'sche Buchdruckerei in der Bergstraße 12 gekauft, Emil Funder mit der technischen Leitung der Druckerei betraut. Hier wurden die Salzburger Chronik und die Wochenzeitung Salzburger Volksbote gedruckt.

Der Pressverein modernisierte die Druckerei in den folgenden Jahren mehrmals. 1929 wurde ein 600 m² großer Maschinenraum in Betrieb genommen. 1937 übernahm Max Dasch, der spätere Mitherausgeber der Salzburger Nachrichten, die Geschäftsführung des Salzburger Pressvereins. Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten verlor der Pressverein die Kontrolle über die Druckerei.

1948 wurde die jetzt Salzburger Druckerei betitelte Firma wieder an den Pressverein zurückgegeben. Bereits seit 1947 schien der Pressverein als Eigentümer und Herausgeber des Chronik-Nachfolgers Salzburger Volkszeitung auf. 1963 erwarb man mit dem Verlag Anton Pustet Salzburgs älteste Druckerei. Die Druckerei wurde 2002 geschlossen, der Verlag besteht aber nach wie vor als erfolgreicher Publikumsverlag. Ebenso zum Pressverein gehört mit dem Verlag der Salzburger Druckerei ein Schulbuchverlag.

Generaldirektor des Salzburger Pressvereins war von 1986 bis 1999 Clemens Molnar; bis 2005 war er Obmann der Vollversammlung des Salzburger Pressvereins.[3]

Im Dezember 2007 verkündete der Obmann des Pressvereins Wilfried Haertl, der zweite Standort der Salzburger Druckerei in Elsbethen sei an die Moser Holding in Innsbruck verkauft worden und für den Standort Bergstraße in Salzburg werde ein strategischer Partner gesucht. Andernfalls müsse der Innenstadt-Standort aufgegeben werden. Am 13. März 2008 dann die gute Nachricht: Die Salzburger Druckerei bleibe weiter bestehen. Mit Reiter Offset sei ein Salzburger Partner gefunden worden, der die Druckerei in der Bergstraße fortführen werde, stellte Gerald Klonner, der Geschäftsführer der Salzburger Druckerei, fest. Entgegen anfänglicher Erwartung kam jedoch zwischen Salzburger Pressverein und Reiter Offset keine Einigung zustande. Daher stellt die Salzburger Druckerei mit 30. Juni 2008 ihren Betrieb ein. Davon unberührt wurden die beiden Verlage – Verlag Anton Pustet und Verlag der Salzburger Druckerei – vom Eigentümer Salzburger Pressverein weitergeführt.

Dem Salzburger Pressverein gehört das Gebäude Nr. 12 an der Bergstraße, in dem am 21. Mai 2011 das KunstQuartier eröffnet wurde.

Quellen

Einzelverweise