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Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg)

(Weitergeleitet von Wallfahrtskirche Maria Ettenberg)
Wallfahrtsorte von Bedeutung für Salzburg
Dieser Artikel behandelt einen Wallfahrtsort, der weder im Land Salzburg liegt, noch mit der Geschichte Salzburgs in besonderer Weise verbunden ist. Er hat jedoch als Wallfahrtsort auch bei der Salzburger Bevölkerung einen Bekanntheitsgrad und wird daher im Salzburgwiki gelistet.
Maria Ettenberg
Maria Ettenberg mit Watzmann und Hochkalter
Altaransicht Wallfahrtskirche in Ettenberg
Christophorustatue in der Kirche, aus einem Stück geschnitzt

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg) befindet sich im Berchtesgadener Land an den südlichen Abhängen des Untersbergstocks im Ortsteil Ettenberg der Gemeinde Marktschellenberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In einem Bericht vom 11. November 1695 informiert der damalige Pfarrer von Marktschellenberg, Martin Sartorius, das Konsistorium in Berchtesgaden über die beginnende Wallfahrt auf dem Ödenperg: ..ein liebreiches Mariae bildt an eine großen Lindten baumb angehenckht in aller früe erfundten wordten..., das Gnadenbild fand sich in der Nacht vom 11. auf 12. August 1695 an einem Lindenbaum.

1696 wurde dann eine kleine Kapelle um das Gnadenbild und die Linde errichtet. Zunächst mit einem kleinen Altar, bald schon mit drei Altären, was auf eine bereits blühende Wallfahrt hinwies. Die Errichtung einer Kirche wurde dann zur Zeit des Berchtesgadener Fürstpropstes Julius Heinrich Freiherr von Rehlingen (1723 - 1732) nach einem Beschluss des Berchtesgadener Konsistoriums vom 14. Jänner 1723 beschlossen. Sie entstand damit etwa zur gleichen Zeit wie die Marienheiligtümer Wallfahrtskirche Maria Gern und Maria am Kunterweg in der Ramsau (Wallfahrt schon seit 1696).

Das Patrozinium wird am 2. Juli

Innenausstattung

Im Inneren der weißgetünchte, spätbarocke Kirche ist das große und farbenfrohe Deckengemälde auffallend. Es zeigt zu Füßen des Gnadenthrons kniend, u. a. den Erbauer der Kirche, Fürstpropst von Rehlingen. Es stammt von Innozenz Anton Worath aus Burghausen, Rupertiwinkel, der auch das Altarbild malte.

Die reichen Stuckarbeiten, weiß auf hellgrünem Grund, stammen vom Stukkateur Josef Höpp aus Burghausen, Bayern, der auch in Großgmain und im Innviertel bedeutende Werke schuf. Neben weiteren Wandbilder und vielen Votivbilder, die hinter dem Altar zu sehen sind, ist noch die mit über vier Meter Höhe ungewöhnlich große Schnitzfigur des Hl. Christopherus aus dem 17. Jahrhundert oben auf der Orgelempore erwähnenswert. Im Chorraum hängt auch eine Kopie des Gnadenbildes von Maria Plain.

Das Gnadenbild stand ursprünglich in einem Glaskasten mit Goldrahmen zwischen Tabernakel und Altarbild. Im 19. Jahrhundert setzte man es nach Entfernung des Bildes in den heutigen Schrein und umgab es mit Putten.

Ein großer Bombensplitter an der Wand rechts neben dem Altar, erinnert an den Bombenangriff der Amerikaner auf den nahen Obersalzberg am 25. April 1945, bei dem einige Irrläufer Ettenberg trafen.

Wallfahrer können auch, den im September 1997 eingeweihten Kreuzweg mit 14 Stationen, von Marktschellenberg aus bis zur Wallfahrtskirche Ettenberg pilgern.

Für den Wallfahrtsbetrieb nicht unwichtig, dass der Mesner Josef Prantner 1727 das Recht zum Bierausschank bekam.

Erreichbarkeit

Man kann auf einer kleinen Straße von Marktschellenberg hinauf fahren. Oder man durchwandert die Almbachklamm. Als dritte Möglichkeit bietet sich eine Wanderung von der Wallfahrtskirche Maria Gern aus an. Dauer etwa 90 min bis zwei Stunden (weil man trotz der kurzen Entfernung zunächst in die Almbachklamm absteigen muss, um am anderen Klammufer wieder steil aufzusteigen).

Panorama-Ausblick von der Wallfahrtskirche Maria Ettenberg zur Osterhorngruppe.

Bilder

 Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

  • www.ettenberg.de
  • Wallfahrtskirche Maria Ettenberg, Prälat Dr. W. Brugger, 7. Auflage 1995