Wirtschaft

AUA und Laudamotion stellen Flugbetrieb ein

AUA fliegt nur noch bis Donnerstag, Rückholflüge soll es zunächst aber noch geben. Auch Laudamotion setzt den Flugbetrieb aus. Die Airline-Branche leidet weltweit unter der Corona-Pandemie.

AUA hält zwei Flieger für Rückholflüge bereit. SN/APA/ROBERT JAEGER
AUA hält zwei Flieger für Rückholflüge bereit.

Die heimische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines wird ab Donnerstag den Flugbetrieb einstellen. Der vorerst letzte Flug mit der Flugnummer OS 066 werde am 19. März in den Morgenstunden aus Chicago in Wien landen, teilte die Lufthansa-Tochter am Montag mit. Bis dahin werde der Flugbetrieb "kontrolliert und strukturiert zurückgefahren, um möglichst alle Passagiere, Crews und Flugzeuge nach Hause zu holen". Es soll vermehrt Rückholflüge geben, hieß es weiter und bei Umbuchungen auch auf das Angebot der Lufthansa Group zurückgegriffen werden.

Der Flugbetrieb bleibt vorerst bis 28. März ausgesetzt. Ein Lang- und ein Mittelstreckenflugzeug bleiben für Hilfs- oder Evakuierungsflüge im Einsatz, hieß es. In Zusammenarbeit mit der Regierung werde die AUA versuchen, so viele Österreicherinnen und Österreicher wie möglich nach Hause zu bringen, betonte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech. Das österreichische Außenministerium hatte am Donnerstag alle Österreicher aufgefordert heimzukehren, "solange noch Rückreisemöglichkeiten bestehen".

Laudamotion stellt Flugbetrieb ein

Auch die Österreich-Tochter der irischen Ryanair, Laudamotion stellt den Flugbetrieb ab Montag Mitternacht und bis vorerst 8. April ein. "Betroffene Passagiere werden umgehend per E-Mail informiert und können kostenfrei umbuchen, sowie auf Wunsch eine Erstattung des Flugpreises erhalten", teilte die Airline am Montag mit. Branchenexperten warnen bereits vor einer Pleitewelle in der internationalen Luftverkehrswirtschaft. Ende Mai dürften die meisten Airlines der Welt zahlungsunfähig sein, schreibt die Beratungsgesellschaft Capa am Montag. Überleben werden die großen Gesellschaften, die auf Unterstützung ihrer Heimatstaaten rechnen können, so sie Einschätzung. Neben den großen Anbietern aus China und den USA dürften das einige wenige Gesellschaften aus Europa sowie die Airlines vom arabischen Golf sein. Für viele private Anbieter sehe es deutlich schlechter aus.

Weltweit haben Fluglinien im Zuge der Coronavirus-Pandemie bereits in den vergangenen Tagen ihr Flugangebot drastisch reduziert. Mit Wochenbeginn bleibt der Großteil der Flotte auf dem Boden - von der skandinavischen Fluggesellschaft SAS, über die irische Ryanair mit ihrer österreichischen Tochter Laudamotion bis zur Air France /KLM oder dem US-Carrier United Airlines. Die AUA-Mutter Lufthansa, Europas größte Airline will wegen der Auswirkungen der Pandemie Staatshilfen beantragen.


Tipps für Umbuchungen

Wer einen Flug mit der AUA zwischen 18. und 28. März geplant hatte, wird - sofern möglich - auf andere Fluglinien umgebucht.

Flüge, die innerhalb der nächsten 48 Stunden geplant waren und aufgrund der aktuellen Situation gestrichen werden, werden automatisiert umgebucht, teilt die AUA mit. Betroffene Passagiere sollten den Status ihrer Umbuchung auf austrian.com unter "Meine Buchungen" überprüfen oder erhalten automatisch ein SMS bzw. e-Mail, sofern sie ihre Kontaktdaten angeben haben. Eine Kontaktaufnahme mit der Service-Hotline sei nicht notwendig.

Flüge, die weiter als 48 Stunden in der Zukunft liegen, werden vom AUA-Service Center direkt umgebucht und die Kunden informiert. Weil die Hotline +43 5 1766 1000 schon jetzt wegen der vielen Anfragen mit langen Wartezeiten kämpft, ersucht die AUA Passagiere, deren geplante Flüge nicht in den nächsten sieben Tagen stattfinden, derzeit nicht anzurufen. "Damit geben sie den Servicemitarbeitern die Möglichkeit, sich zunächst um jene Kunden zu kümmern, die zeitnah abfliegen sollten".

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