Acht Tipps zum Umgang mit News im Web

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Bits und Bites Thomas Hofbauer
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1. Glauben Sie alles, was in Ihrer Facebook-Timeline auftaucht, je unglaublicher das Posting, desto besser.
2. Vertrauen Sie selbst ernannten Experten. Wenn sich jemand bei Chemtrails und anderen Verschwörungstheorien auskennt, warum nicht auch mit Innen- und Weltpolitik?
3. Internetseiten, die erst gestern online gestellt wurden, sind mindestens so vertrauenswürdig wie etablierte Seiten. Besonders vertrauenswürdig sind Seiten, die viele spannende Nachrichten, aber kein Impressum haben.
4. Glauben Sie jedes Beweisfoto. Auch wenn Sie über die Google-Bildersuche das gleiche Bild finden und feststellen, dass die Aufnahme schon mehrere Jahre alt ist und eigentlich etwas völlig anderes zeigt. Es gibt solche Zufälle!
5. Folgen Sie jedem Promi und Politiker auf Twitter. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um einen verifizierten Account handelt oder nicht. George Washington und Adolf Hitler haben für den komplizierten Verifizierungsprozess einfach noch keine Zeit gehabt.
6. Wenn Experten oder Medien auftauchen, von denen Sie noch nie etwas gehört haben, ist das doch gut! Machen Sie sich erst gar nicht die Mühe, auf Google oder Wikipedia über sie zu recherchieren.
7. Achten Sie nicht auf die Internetadresse einer Seite. Es ist egal, wenn die Adresse, die Sie anklicken, nur so ähnlich klingt wie jene, die Sie kennen. Das gilt auch beim Telebanking!
8. Streichen Sie die Begriffe Ironie und Satire aus Ihrem Wortschatz und ziehen Sie niemals in Betracht, dass das, was Sie lesen, nicht ernst gemeint sein könnte.

Aufgerufen am 25.09.2018 um 07:00 auf https://www.sn.at/kolumne/bits-und-bites/acht-tipps-zum-umgang-mit-news-im-web-879535

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