Sich beim Schlafen nicht stören lassen

Autorenbild
Bits & Bites Thomas Hofbauer
Sich beim Schlafen nicht stören lassen SN/robert ratzer
Sich beim Schlafen nicht stören lassen

Bisher ist das Verhältnis zwischen Schlaf und Uhr ein eher gestörtes. Zumindest ein einseitig gestörtes. Denn wenn die Weckfunktion der Uhr loslegt, ist es in der Regel vorbei mit dem Schlaf. Das soll sich jetzt ändern.

Ein Forscherteam hat eine App für die Smartwatch entwickelt, mit deren Hilfe die Uhr zum Hüter des guten Schlafes wird. SleepGuard nutzt die Sensoren der Smartwatch, um Bewegungen des Trägers, Geräusche und Lichtverhältnisse zu analysieren. Auch die Schlafposition spielt eine entscheidende Rolle, wie erholsam der Schlaf ist. So erkennt die Uhr zum Beispiel, ob der Träger mit der Hand auf dem Bauch schläft - was auf Unwohlsein hindeutet. Schläft man hingegen mit einem Arm auf der Brust, können durch den Druck auf das Herz Albträume ausgelöst werden. Und wer mit dem Arm über dem Kopf schläft, schnürt sich selbst das Blut ab. All das kann mit ausgeklügelten Algorithmen von der Smartwatch festgestellt werden.

Und die Konsequenz? Am nächsten Tag kann sich der Nutzer am Smartphone die Begründung anzeigen lassen, warum er schlecht geschlafen hat. 80 Prozent der Teilnehmer einer Studie fanden das "hilfreich". Klingt dennoch etwas mau.

Vielleicht sollten die Entwickler von SleepGuard noch etwas weiter gehen: Bei jeder falschen Schlafposition könnte laut der Alarm losgehen. Mit dem Effekt, dass selbst der technikgläubigste Nutzer nach zwei schlaflosen Nächten Smartwatch und Handy endgültig aus dem Schlafzimmer verbannt. Und so letztendlich wieder Ruhe findet.

Aufgerufen am 17.11.2018 um 11:20 auf https://www.sn.at/kolumne/bits-und-bites/sich-beim-schlafen-nicht-stoeren-lassen-48970354

Kommentare

Schlagzeilen