Auch der Chef verlor seine stoische Ruhe

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Bullenstall | Fußball Red Bull Salzburg Alexander Bischof

Selten hat man den Cheftrainer von Red Bull Salzburg, Óscar García, derart emotional jubeln sehen wie nach dem Sieg am vergangenen Sonntag in Graz gegen Sturm. Auch der Spanier war sich bewusst darüber, dass dieses Spiel schon einen besonderen Stellenwert hatte. Nicht so sehr im Kampf um Platz eins, sondern vielmehr aus moralischen Gründen. Eine dritte Pleite im dritten Saisonspiel gegen die Grazer hätte den Weihnachtsfrieden doch gestört. "Wir wussten, dass es für uns schlecht aussehen würde, wenn wir dieses Duell nicht gewinnen", erklärte der Salzburg-Trainer, der die Bullen in den vergangenen Wochen wieder zum Titelkandidaten Nummer eins formte. "Man darf nicht vergessen, dass wir in Graz ohne unsere besten Offensivspieler antreten mussten", betonte Óscar García nach dem vierten Pflichtspielsieg in Serie und erinnerte an die Ausfälle der Angreifer Jonatan Soriano,Fredrik Gulbrandsen,Munas Dabbur und Wanderson.

Salzburg, das am Samstag den WAC empfängt, hat nun eine realistische Chance auf den Titel des "Winterkönigs". Sofern ein Sieg gelingt und Rapid in Altach Schützenhilfe leistet. Stefan Lainer visiert schon die Tabellenführung an. "Ich hoffe, es geht nun für uns am besten noch vor dem Winter ganz nach oben." Mit einem Auge verfolgten die Bullen am Montag die Auslosung des Sechzehntel finales der Europa League. Hätten Alexander Walke und Co. Platz zwei erreicht, wäre der Gegner
Fenerbahçe Istanbul gewesen.

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