Fliegender Wechsel im Salzburger Lazarett

Antoine Bernede fällt gegen Maccabi Tel Aviv verletzt aus, dafür steht Zlatko Junuzovic im defensiven Mittelfeld wieder zur Verfügung.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Mittelfeld-Regisseur Zlatko Junuzovic steht genau zum richtigen Zeitpunkt vor seinem Comeback. SN/GEPA pictures
Mittelfeld-Regisseur Zlatko Junuzovic steht genau zum richtigen Zeitpunkt vor seinem Comeback.

Montag früh haben die Profis von Red Bull Salzburg den nächsten Coronatest im Hinblick auf das Play-off-Rückspiel am Mittwoch (21 Uhr/live auf Sky) gegen Israels Meister Maccabi Tel Aviv absolviert. Noch ehe die Testergebnisse bekannt waren, herrschte Gewissheit über einen prominenten Ausfall: Antoine Bernede hat beim 3:1-Ligasieg in Ried einen Schlag gegen sein lädiertes Schienbein abbekommen und muss aufgrund einer schweren Prellung passen. Da kommt die Rückkehr von Zlatko Junuzovic genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Mittelfeld-Routinier hat seinen Muskelfaserriss auskuriert und zuletzt das volle Trainingsprogramm durchlaufen.

Fraglich ist indes, wie die Mannschaft von Maccabi Tel Aviv aussehen wird. Weder aus Israel noch von offizieller Seite (UEFA) gibt es Informationen darüber, wie lange die mit dem Coronavirus infizierten Spieler, die vergangene Woche das Hinspiel verpasst haben, in Quarantäne bleiben müssen. Bullen-Trainer Jesse Marsch geht von einem neuerlich ersatzgeschwächten Gegner aus, sein Fokus gilt aber ohnehin seiner eigenen Mannschaft. "Wir haben uns in Tel Aviv mit dem 2:1-Sieg eine gute Ausgangsposition geschaffen. Aber wir wissen auch, dass wir damit erst bei der Hälfte des Weges sind, weshalb wir am Mittwoch wieder eine hoch konzentrierte Leistung und viel Tempo brauchen. Wir möchten unbedingt wieder in die Champions League, dafür werden wir alles unternehmen", sagte Marsch.

Dort war auch Maccabi Tel Aviv schon einmal vertreten (2015/16). Diesmal sind die Voraussetzungen für die Israelis ungleich schwieriger. Nicht weniger als neun Kaderspieler fehlten aufgrund einer Covid-19-Erkrankung im Hinspiel. Laut dem Internetportal "sportsrabbi.com" wurde darüber hinaus ein Maccabi-Kicker, der vergangene Woche gegen Salzburg durchgespielt hat, positiv auf das Coronavirus getestet. Demnach soll sich auch Linksverteidiger Ofir Davidzada derzeit in Quarantäne befinden. Zum Glück hat sich (nach derzeitigem Wissenstand) kein Salzburger bei dem israelischen Abwehrspieler angesteckt. Auch Rasmus Kristensen, der in mehrere Zweikämpfe mit Davidzada verwickelt war, nicht. "Über die Situation beim Gegner versuchen wir uns keine Gedanken zu machen. Wir sind auf uns und unser Spiel fokussiert. Klar sind wir in diesem Spiel der Favorit und haben eine gute Ausgangsbasis. Aber es stehen noch 90 herausfordernde Minuten vor uns", meinte der Rechtsverteidiger der Bullen.

Play-off, Rückspiele: Dienstag: Omonia Nikosia - Olympiakos Piräus (Hinspiel 0:2), Dynamo Kiew - Gent (2:1), Ferencváros - Molde (3:3). Mittwoch: Midtjylland - Slavia Prag (0:0), PAOK Saloniki - Krasnodar (1:2), Salzburg - Maccabi Tel Aviv (2:1).

Aufgerufen am 26.10.2021 um 04:19 auf https://www.sn.at/kolumne/bullenstall/fliegender-wechsel-im-salzburger-lazarett-93460453

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