In einer Wertung liegt Rapid klar vor Serienmeister Salzburg

In Sachen Medienpräsenz sind die Wiener Nummer eins. Das erhob die Bundesliga, die ansonsten ganz im Bann des neuen Fernsehvertrags steht.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Liga-Vorstand Reinhard Herovits.  SN/GEPA pictures
Liga-Vorstand Reinhard Herovits.

Die österreichische Bundesliga lud am Mittwoch zur traditionellen Frühjahrsauftakt-Pressekonferenz, die brennendste Frage konnten die Verantwortlichen in Wien jedoch nicht beantworten. Wird es in Zukunft noch Ligaspiele live im Free-TV geben? "Sky steht in sehr intensiven Verhandlungen", erklärte Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits. Die Liga habe zwar ein Mitspracherecht, die Entscheidung liege aber beim Pay-TV-Sender, der sich die Exklusivrechte an der neuen Zwölferliga bis 2022 gesichert hat. 35 Millionen Euro pro Jahr lässt sich Sky die Exklusivität künftig kosten.

Offen ist bei dem Fernseh-Deal noch der gesamte Free-TV-Bereich. Neben vier Livespielen, die Gerüchten zufolge an die Streamingplattform A1 TV gehen könnten, wird auch eine wöchentliche Highlight-Sendung verhandelt. Für diese soll sich der ORF in der Pole Position befinden. Eine Bestätigung hierfür gab es von Herovits allerdings nicht. Das erste Spieljahr nach der Ligareform beginnt im Juli.

Durchaus bemerkenswerte Medienwerte erzielte Bundesliga-Fußball in der abgelaufenen Herbstsaison, wie die Liga am Mittwoch präsentierte: Laut einer Analyse von APA-DeFacto wurden von Juli bis Dezember 24.738 Print- und 18.091 Online-Berichte über die zehn Clubs der höchsten Spielklasse veröffentlicht. Dazu kommen im Schnitt 3,5 Titelseiten pro Tag. Die meisten Beiträge entfielen auf Rapid Wien vor Tabellenführer Sturm Graz und Austria Wien. Bei den Spielern führt der Austrianer Raphael Holzhauser das Präsenzranking vor Rapid-Kapitän Stefan Schwab an.

Meister Red Bull Salzburg fehlt in dieser Wertung ganz vorn. Sportlich wollen die derzeit zweitplatzierten Bullen am Ende aber wieder oben stehen. "Ich erwarte eine spannende Meisterschaft bis zum Schluss, Ziel ist aber der fünfte Titel in Folge. Das wäre historisch in Österreich", sagte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund vor dem Ligastart am Samstag in der Red-Bull-Arena gegen die Admira.

Ob dann auch Munas Dabbur auflaufen wird, ist fraglich. Der Stürmer zog sich beim 4:1-Sieg im Test gegen Anif eine leichte Schulterverletzung zu und befindet sich derzeit in Therapie. Gleich mehrere Wochen muss Christoph Leitgeb pausieren. Der Routinier zog sich im selben Match einen Bruch des Mittelhandknochens zu und wird heute operiert. Nicht einsatzbereit sind außerdem Marin Pongracic und Fredrik Gulbrandsen (beide Knie).

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