Jesse Marsch hat Bedenken: "Ich persönlich möchte nicht nach Israel"

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Bullenstall Michael Unverdorben
Organisatorischer Kraftakt für Jesse Marsch. SN/gepa pictures/ jasmin walter
Organisatorischer Kraftakt für Jesse Marsch.

Die Champions League ist sportlich und finanziell das Größte, was man im europäischen Clubfußball erreichen kann. Alle wollen dorthin, auch Österreichs Serienmeister Red Bull Salzburg. Aber wie?

Dass die Bullen dazu im Champions-League-Play-off Israels Meister Maccabi Tel Aviv ausschalten müssen, ist inzwischen bekannt. Jetzt braucht es "nur" noch einen Spielort. Quälend lange gab es für das Team von Trainer Jesse Marsch von der UEFA keine Informationen darüber. Ein für Mittwochabend, dann für Donnerstagvormittag angekündigtes Update verstrich. Bis zum Redaktionsschluss am Donnerstagabend wussten die Salzburger nicht, ob sie kommende Woche tatsächlich nach Israel reisen müssen. In ein Land, das sich ab Freitag in einem coronabedingten Lockdown befindet und täglich 5000 bis 6000 Neuinfektionen zu vermelden hat.

Auch Marsch hat Gesundheitsbedenken und äußerte sich bei einem Medientermin kritisch: "Ich persönlich möchte nicht in Israel spielen. Dort ist es gefährlich momentan, es ist gefährlich für unsere ganze Gruppe." Das bange Warten mache die Reise auch organisatorisch nicht leichter, meinte der Bullen-Coach. Offenbar versuchte Maccabi händeringend, von der Regierung eine Ausnahmegenehmigung für das Heimspiel im Bloomfield-Stadion in Tel Aviv zu bekommen. Die UEFA wartete zu, nannte aber zumindest ein mögliches Ausweichstadion: Es handelt sich dabei um das Toumba-Stadion, die Heimstätte von PAOK Saloniki - in Griechenland.

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