Salzburgs Gegner im Play-off heißt Maccabi Tel Aviv

Israels Meister setzte sich wie erwartet in der dritten Qualirunde zur Champions League gegen Dinamo Brest mit 1:0 durch.

Autorenbild
Bullenstall Michael Unverdorben
 SN/maccabi tel aviv

Nun steht der Gegner von Red Bull Salzburg also fest: Es ist der israelische Meister Maccabi Tel Aviv, der am Mittwochabend in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation gegen den weißrussischen Titelträger Brest einen 1:0-Heimsieg feierte und im Play-off (mit Hin- und Rückspiel) damit auf die Bullen trifft. Goldtorschütze war Neuzugang Dan Biton aus einem Elfmeter.

Tel Aviv ist nicht unbedingt Salzburgs Wunschgegner, hat man an israelische Mannschaften doch keine allzu guten Erinnerungen. Zwei Mal war für Red Bull Salzburg in der Königsklassen-Qualifikation gegen einen israelischen Club schon Endstation (2009 Maccabi Haifa, 2010 Hapoel Tel Aviv). Doch in diesem Duell gilt das Team von Trainer Jesse Marsch als Favorit. Das Hinspiel steigt bereits am kommenden Dienstag. Noch offen ist der Spielort, da Israel ab Freitag einen landesweiten Lockdown ausgerufen hat. Dem Vernehmen nach will Maccabi Tel Aviv nach Griechenland ausweichen. Das Rückspiel findet am 30. September vor leeren Rängen in Salzburg statt. Der Aufsteiger steht in der Gruppenphase der Champions League, die am 1. Oktober ausgelost wird.

Clubgeschichte schreibt heute, Donnerstag (20 Uhr), der Bundesliga-Fünfte TSV Hartberg. Die Steirer treffen in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League auswärts auf den polnischen Club Piast Gliwice und bestreiten damit ihr erstes Europacup-Match. "Die Vorfreude ist riesig", sagte Trainer Markus Schopp. Vor etwas mehr als drei Jahren kickten die Hartberger noch in der Regionalliga, nun stehen sie vor ihrer Premiere auf dem internationalen Parkett.

Daten & Fakten: Salzburgs Gegner im Profil

Maccabi Tel Aviv
1906 gegründet, ist Maccabi Tel Aviv nicht nur einer der ältesten Fußballvereine Israels, sondern mit 22 Meisterschaften und 23 Pokalsiegen auch der erfolgreichste. Maccabi spielt seit 1949 ununterbrochen in der höchsten Liga des Landes (Ligat ha'Al) und ist auch bekannt für seine erfolgreiche Basketballabteilung. Im Vereinswappen ist der Davidstern in der Ausführung der Maccabi-Bewegung prominent, deren Ziel die Förderung des Bewusstseins der jüdischen Jugend für religiöse, kulturelle und nationale Werte ist.

Trainer: Georgios Donis (GRE/seit 2020)

Stadion: Bloomfield-Stadion (29.150 Plätze)

Saison 2019/20: Meister ohne Niederlage mit sechs Punkten Vorsprung auf Maccabi Haifa

Aufgerufen am 02.12.2020 um 07:59 auf https://www.sn.at/kolumne/bullenstall/salzburgs-gegner-im-play-off-heisst-maccabi-tel-aviv-92923048

Kommentare

Schlagzeilen