Jesse Marsch stimmt sich auf eine Aufholjagd ein

"Mit dieser Mannschaft ist es immer möglich, zu Hause drei Tore zu schießen", sagte der Trainer von Red Bull Salzburg. Die Krux liegt vielmehr in der Defensive der Bullen.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Coach Marsch. SN/GEPA pictures/ Jasmin Walter
Coach Marsch.

Im Lager von Eintracht Frankfurt ist man sich nicht so sicher, ob Teil zwei der "Salzburger Festspiele" zum Lustspiel oder zur Zitterpartie wird. Nach der Heimpleite gegen Union Berlin (1:2) ist man vor dem Rückspiel gegen Red Bull Salzburg zumindest vorsichtig geworden. "Aber ich glaube nicht, dass wir nach dem 4:1 im Hinspiel jetzt Warnungen aussprechen müssen", meinte Sportvorstand Fredi Bobic. Eintracht-Torwart Kevin Trapp konterte: "Ich habe schon mal anderes erlebt." Trapp sprach damit seinen wohl schwärzesten Karrieremoment an. 2017 hatte er mit seinem Ex-Club Paris Saint-Germain im Achtelfinale der Champions League den FC Barcelona erst 4:0 besiegt, um danach mit 1:6 unterzugehen.

Diese Geschichte kennt freilich auch Salzburgs Trainer Jesse Marsch. Er sagte, "dass es mit dieser Mannschaft immer möglich ist, zu Hause drei Tore zu schießen. Auch vier oder fünf". Entscheidend sei aber die defensive Stabilität, meinte Marsch. In den vergangenen drei, jeweils sieglosen, Pflichtspielen haben die Bullen nicht weniger als neun Gegentreffer kassiert. Besonders wichtig sei ein aggressiver Start ins Spiel. Marsch: "Dann ist alles möglich." Sportdirektor Christoph Freund blieb angesichts der "überragenden Ausgangsposition" der Frankfurter realistisch: "Es müsste uns alles in die Karten spielen, um eine Runde weiterzukommen. Wir werden es aber so angehen, dass wir das Unmögliche möglich machen wollen." Die Salzburger stehen zum siebten Mal im Sechzehntelfinale der Europa League. Drei Mal gelang bisher der Aufstieg, drei Mal kam das Aus.

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