Mithören, was Jesse Marsch seinen Spielern zu sagen hat

Mittendrin statt nur dabei: TV-Sender Sky verkabelt den Trainer von Red Bull Salzburg während des Testspiels gegen Chelsea.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Bullen-Trainer Jesse Marsch wird mit einem Mikrofon ausgestattet. SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Bullen-Trainer Jesse Marsch wird mit einem Mikrofon ausgestattet.

Für die meisten Fußballtrainer ist wohl allein der Gedanke daran schon verwerflich, ein US-Amerikaner wie Jesse Marsch hingegen sieht darin kein Problem: Salzburgs neuer Cheftrainer wird beim Testspiel gegen Europa-League-Sieger Chelsea mit einem Mikro ausgestattet. Der Pay-TV-Sender Sky, der die Übertragungsrechte erworben hat und dieses Match für alle frei empfangbar senden wird, ermöglicht den Zuschauern damit die einmalige Chance, zu hören, was Marsch seinen Spielern, seinen Trainerkollegen und dem Schiedsrichter während des Spiels zu sagen hat. Außerdem wird eine Kamera 90 Minuten lang auf Marsch gerichtet sein. Eine "Jesse-Cam", wenn man so will, die alle Kommandos und Gesten des Bullen-Trainers einfängt.

Während sich ein Europäer angesichts der totalen Überwachung in George Orwells "Big Brother is watching you" wähnt, sind Amerikaner an solche Methoden durchaus gewohnt. In US-Profiligen ist es gang und gäbe, dass Trainer oder Spieler mit Mikrofonen und Kameras ausgestattet werden und Journalisten nach dem Schlusspfiff zum persönlichen Interview in die Kabine kommen. Marsch eröffnet durch seine offene, aufgeschlossene Art sowohl für Medien als auch für Fußballfans jedenfalls neue Möglichkeiten.

Man darf schon gespannt sein, was sich Servus TV einfallen lassen wird. Wie die SN erfuhren, hat der Red-Bull-Sender die Übertragungsrechte an dem mittlerweile ausverkauften Testspiel in der kommenden Woche gegen Real Madrid erworben.

Aufgerufen am 31.10.2020 um 03:06 auf https://www.sn.at/kolumne/bullenstall/mithoeren-was-jesse-marsch-seinen-spielern-zu-sagen-hat-74147128

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