Red Bull Salzburg beordert drei Leihspieler zurück

Hee-Chan Hwang, Sekou Koita und Majeed Ashimeru stürmen künftig für den Meister. Damit ist der Abschied von Fredrik Gulbrandsen wohl gewiss.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Der 19-jährige Malier Sekou Koita hat sich beim WAC ins Rampenlicht gespielt.  SN/APA/GERT EGGENBERGER
Der 19-jährige Malier Sekou Koita hat sich beim WAC ins Rampenlicht gespielt.

Beim FC Red Bull Salzburg nimmt die Kaderplanung für die neue Saison bereits konkrete Formen an, noch ehe die alte Saison überhaupt beendet ist: Klarheit herrscht bei den Personalien Munas Dabbur (FC Sevilla) und Hannes Wolf (RB Leipzig), die beide im vergangenen Winter Vorverträge unterschrieben haben und Salzburg verlassen werden. Neu dazu kommen aus dem riesigen Pool an Leihspielern - aktuell sind es 15 in Österreich, Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und den USA - mindestens drei Profis: Der Südkoreaner Hee-Chan Hwang kehrt von einem mäßig erfolgreichen Jahr beim Hamburger SV zu den Bullen zurück. Ebenso wie der zentrale Mittelfeldmann Majeed Ashimeru, ein 21-jähriger Ghanaer, der beim FC St. Gallen unter Ex-Salzburg-Coach Peter Zeidler kickte und dort zu den torgefährlichsten Spielern zählte. Darüber hinaus bestätigte Sportdirektor Christoph Freund den SN, dass auch der an den WAC verliehene Mittelstürmer Sekou Koita nach starken Vorstellungen im Lavanttal (4 Tore, 4 Assists) in der kommenden Saison wieder das Red-Bull-Trikot tragen wird.

Hwang, Ashimeru, Koita - drei Spieler, die den Konkurrenzkampf in der Offensive der Bullen noch einmal verstärken werden. Denn auch Erling Haaland, Smail Prevljak, Patson Daka und Takumi Minamino erwarten sich beim künftigen Cheftrainer Jesse Marsch möglichst viele Einsatzminuten. Durch die Rückholaktion des Offensivtrios zeichnet sich nun endgültig ab, dass Dabburs Sturmpartner Fredrik Gulbrandsen seinen mit Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird.

Dasselbe gilt für Salzburgs "Urgestein" Christoph Leitgeb. Für den 34-Jährigen, der schon seit 2007 bei Red Bull Salzburg unter Vertrag steht und damit der längstdienende noch aktive Bullen-Profi ist, dürfte eine Ära zu Ende gehen. Beim Fußball-Stammtisch der "Salzburger Nachrichten" im Schloss Kleßheim meinte Leitgeb vielsagend: "Ich werde in den nächsten Tagen eine Entscheidung über meine Zukunft treffen." Bevor er die Öffentlichkeit darüber informieren wird, ob er seine Fußballschuhe an den Nagel hängt oder diese noch einmal für einen anderen Club schnüren will, erinnerte Leitgeb an seine Anfänge in Salzburg: "Als ich hierher gekommen bin (2007 von Sturm Graz, Anm.), habe ich mich sofort wohlgefühlt. Der Verein ist wirklich familiär. Jeder Spieler, der nach Salzburg kommt, hat es von Anfang an leicht, das zeichnet Red Bull Salzburg aus."

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