Salzburgs Jungstürmer zeigten internationale Reife

Mit Munas Dabbur und Fredrik Gulbrandsen hat Red Bull Salzburg zwei Topstürmer verloren. Warum Sportdirektor Christoph Freund dennoch nicht bange ist.

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Bullenstall Michael Unverdorben
 Bullen-Stürmer Sekou Koita traf bei der U20-WM gegen Italien. SN/AP
Bullen-Stürmer Sekou Koita traf bei der U20-WM gegen Italien.

Ganze 49 Tore gingen in der vergangenen Saison auf das Konto des Sturmduos Munas Dabbur (37) und Fredrik Gulbrandsen (12). Sie haben wettbewerbsübergreifend damit beinahe die Hälfte aller Red-Bull-Treffer erzielt. Nach ihrem Abgang aus Salzburg ist bei den Bullen die nächste Generation gefordert - und die hat in den vergangenen Tagen ihre internationale Reifeprüfung abgelegt.

Nachdem Erling Haaland bei der U20-WM in Polen ein historischer "Neunerpack" bei Norwegens 12:0-Sieg gegen Honduras gelungen war, konnte sich beim selben Turnier auch der zuletzt an den WAC verliehene Sekou Koita gut in Szene setzen. Die U20-Auswahl aus Mali eliminierte im Achtelfinale sensationell Argentinien nach einem Elfmeterkrimi, im Viertelfinale gegen Italien hatten Koita und Co. beim 2:4 jedoch das Nachsehen. Salzburgs Jungstürmer erzielte das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Als die Partie schon entschieden war, scheiterte Koita in der Nachspielzeit noch mit einem Elfmeter.

Internationale Luft schnupperte auch Red-Bull-Shootingstar Dominik Szoboszlai. Der 18-Jährige absolvierte beim 3:1-Sieg von Ungarns Nationalteam gegen Aserbaidschan sein drittes Länderspiel und stand dabei eine Stunde auf dem Platz. Die Ungarn, die heute Wales empfangen, sind in Gruppe E der EM-Qualifikation damit weiterhin Tabellenführer ex aequo mit Vizeweltmeister Kroatien.

Bei solchen Voraussetzungen ist Sportdirektor Christoph Freund für die neue Saison, in der Red Bull Salzburg erstmals Champions League spielen wird, nicht bange: "Die zwei Stürmer, die wir verloren haben, haben zwar die meisten Tore erzielt, sie hatten aber auch die meisten Einsatzminuten. Jetzt erhalten andere eine Chance. Und ich bin überzeugt, dass wir nicht nur Quantität im Kader haben, sondern auch viel Qualität."

Aufgerufen am 22.05.2022 um 11:15 auf https://www.sn.at/kolumne/bullenstall/salzburgs-jungstuermer-zeigten-internationale-reife-71539894

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