Trotz Corona-Lockdown: Red Bull Salzburg muss nach Israel

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Bullenstall Michael Unverdorben

Damit hat bei Red Bull Salzburg niemand gerechnet: Österreichs Fußballmeister bestreitet sein Hinspiel im Champions-League-Play-off am kommenden Dienstag gegen Maccabi Tel Aviv in Israel - trotz des coronabedingten Lockdowns ab dem heutigen Freitag und Rekordzahlen von 5000 bis 6000 Neuinfektionen täglich. Das gab die UEFA am Donnerstagabend bekannt. Zuvor hatte der Verband die Bullen quälend lange warten lassen. Stundenlang gab es seitens der UEFA keine Informationen über den Spielort des Play-offs, hatte Maccabi unterdessen doch händeringend versucht, von der israelischen Regierung eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, um das Heimspiel trotz der strengen Beschränkung von maximal 20 (!) Personen im Freien im Bloomfield-Stadion ausrichten zu können. Mit Erfolg.

Nun muss Red Bull Salzburg also doch nach Israel reisen. Dabei hatte Trainer Jesse Marsch wenige Stunden zuvor noch Kritik geübt und bei einem Medientermin in der Red-Bull-Arena Gesundheitsbedenken geäußert: "Ich persönlich möchte nicht in Israel spielen. Dort ist es gefährlich momentan, es ist gefährlich für unsere ganze Gruppe." Die Bullen hätten das Ausweichstadion in Griechenland, die Heimstätte von PAOK Saloniki, bevorzugt, nahmen die UEFA-Entscheidung schließlich aber kritiklos und ohne weiteren Kommentar zur Kenntnis. Sportdirektor Christoph Freund beschränkte sich auf die sportliche Analyse und meinte: "Maccabi ist eine routinierte und spielstarke Mannschaft. Aber wir werden alles dafür tun, dass wir auch diesen Herbst wieder die Champions-League-Hymne in der Red-Bull-Arena hören können."

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