Vom Krankenhaus in den Celtic-Park

Kurz vor dem Abflug zum Europa-League-Gastspiel nach Schottland stand für die Spieler und Trainer von Red Bull Salzburg noch ein ganz besonderer Termin auf dem Programm.

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Bullenstall Michael Unverdorben

Es ist zu einer lieb gewonnen Tradition geworden, dass der FC Red Bull Salzburg kurz vor Weihnachten einen Besuch im Salzburger Landeskrankenhaus absolviert. Ungewöhnlich war am Mittwoch nur der Zeitpunkt, weil der Termin unter dem Clubmotto "Soziale Verbundenheit" unmittelbar vor dem Abflug zum Europa-League-Duell gegen Celtic Glasgow stattfand. Anstatt eines Trainings in Taxham brachten Kapitän Andreas Ulmer und Co. zahlreiche Kinderaugen zum Leuchten. So besuchte die Mannschaft, angeführt von Cheftrainer Marco Rose, die Patienten der Station Sonnenschein (Kinderkrebsstation), der Psychosomatik und der Eltern-Kind-Station. Die Fußballer brachten Geschenke mit und standen für Erinnerungsfotos zur Verfügung. Darüber hinaus konnten die Kinder gemeinsam mit den Spielern den Mannschaftsbus besichtigen. "Ich hoffe, dass wir den Kindern mit unserem Besuch ein wenig Freude bringen und ihnen ein paar fröhliche Momente bereiten konnten", sagte Kapitän Ulmer, ehe er um 13 Uhr in den Charterflieger in Richtung Glasgow stieg.

Vorfreude auf eine tolle Kulisse

Gegen Celtic geht es am Donnerstag (21 Uhr, live auf DAZN) für Red Bull Salzburg vor allem darum, die Europa-League-Gruppenphase zum dritten Mal nach 2009/10 und 2013/14 ohne Punktverlust abzuschließen. Gruppensieger ist man ja bereits. Trainer Marco Rose meinte zur Ausgangslage seiner Mannschaft: "Wir freuen uns auf dieses Spiel vor toller Kulisse. Es ist für uns ein Match, das wir mit Spielfreude und Selbstvertrauen angehen können. Wer unseren Spielstil und unsere Mentalität kennt, der weiß, dass wir immer gewinnen wollen. Das werden wir auch in Glasgow versuchen." Vorsichtig optimistisch zeigte sich Mittelfeldspieler Diadie Samassekou: "Wir müssen uns im Celtic-Park sicherlich auf einiges gefasst machen. Für Celtic geht es dabei noch um sehr viel (benötigen zum Aufstieg einen Punkt, Anm.) und sie werden wohl mit voller Power in die Partie reingehen. Für uns wäre ein Sieg zum Abschluss der Gruppenphase natürlich die Krönung."

Gesperrter Schlager moralischer Unterstützer

In Glasgow nicht spielberechtigt ist Xaver Schlager. Der Jungstar ist gesperrt, hat die Reise nach Schottland quasi als moralischer Unterstützer dennoch mitgemacht. Das Heimspiel gegen Celtic konnten die Salzburger 3:1 (Tore: Dabbur 2, Minamino) gewinnen.

Aufgerufen am 25.11.2020 um 03:35 auf https://www.sn.at/kolumne/bullenstall/vom-krankenhaus-in-den-celtic-park-62414056

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