Das kleine Glück am Strumberg

Ein kleiner Berg mit großer Wirkung. Genauso ideal für Ruhesuchende wie auch für unkomplizierte Familienwanderungen.

Fit in die Natur SN
Das kleine Glück am Strumberg SN/sn
Der rechte Weg auf den Strumberg führt nach links.

Die nachhaltigsten Wanderungen sind sehr oft solche mit den überraschenden Wendungen. Der Weg ist durchgedacht, das Ziel fixiert, der Zeitpunkt festgelegt und dann kommt doch alles ganz anders. So wie letzten Sonntag bei der wenig spektakulären Wanderung auf den Strumberg zwischen Ebenau und Faistenau. Er schafft die magische 1000-Meter-Linie gerade nicht, was aber nicht so wichtig ist, denn der Ausblick vom 980 Meter hohen Waldberg ist völlig zugewachsen. Aber zum Glück hat der Strumberggipfel einen perfekten Ersatzplatz wenig unterhalb neben der kleinen Hütte. Dort steht auch das "Gipfelkreuz" und der Ausblick geht weit über Faistenau hinaus. Also eigentlich kann die Wanderung getrost hier, fünf Gehminuten unter dem höchsten Punkt, enden. Für viele Ebenauer aller Altersklassen war das letzten Sonntag ohnehin das Endziel, denn hier wurde eine Bergmesse gefeiert. Angezogen von den feinen Klängen der Bläser kamen auch einige Wanderer dazu und wurden Zeugen, welch punktgenaue Wirkung die Worte von Frieden, Freude und Demut an solch ganz besonderen Orten entfalten können.

Ausgangspunkt der relativ allwettertauglichen Wanderung ist der kleine Parkplatz nahe dem Gasthof Seewirt am Ende der Strubklamm. Die Route folgt noch wenige Meter der Straße Richtung Faistenau, zweigt dann aber nach der nächsten Kurve nach links ab. Ein kurzes Stück noch bleibt der Weg 64 neben dem Bach im Wald, aber schon bald geht es über eine sonnige Ebene zu einem markanten Wegkreuz. Dort zweigt der Weg nach links ab und führt, wieder durch einen Wald, zum Gehöft Unterstrumberg. Hier verläuft die Route auf den Strumberg nach links, trifft dann bald auf den letzten Hof Oberstrumberg und quert nun südwärts in den Bergwald hinüber. Die letzte halbe Gehstunde gestaltet sich steil, aber der Platz neben dem Kreuz ist ja wie geschaffen, um wieder zur Ruhe zu kommen. Der Abstieg folgt dem Anstieg. Eine unmarkierte Variante eröffnet sich am unteren Ende des Steilstücks. Kurz bevor der Weg dort auf die offene Wiese hinaus quert, zweigt ein Traktorweg nach rechts ab, der in der Folge wieder in die bereits bekannte Route einmündet.


So kommen Sie hin: Über die A10, Abfahrt Hallein, in das Wiestal und dort kurz vor Ebenau Richtung Faistenau zum Seewirt am Ende der Strubklamm. Nach 100 m befindet sich auf der rechten Seite eine kleine Parkbucht. Hierher auch über Hof und Faistenau.

Gesamt: 3 Std., 330 Hm,
6,5 km

Karte: f&b 391, ÖK 3210

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