Dieser Sommer in Salzburg

Mit dem Salzburger Sommer ist das so eine Sache. Aber lohnende Spaziergänge, wie jenen am nördlichen Fuschlseeufer, gibt es für jedes Wetter.

Fit in die Natur SN
Dieser Sommer in Salzburg SN/sn

Auch wenn der Sommer 2016 noch nicht ganz angekommen ist, so richtig verheerend war es vor 200 Jahren. Ausgelöst durch den gewaltigsten Vulkanausbruch breitete sich vom Ort der Katastrophe östlich von Java eine riesige Aschewolke über die gesamte nördliche Halbkugel aus.

Die Folge waren Hungersnöte, soziale Unruhen, Flüchtlingsströme und Schneefall im August. Rund um Thalgau waren es zehn Zentimeter, wie bäuerliche Aufzeichnungen schildern. Die Hundsmarktmühle widmet dem "Jahr ohne Sommer" eine Sonderschau und gibt Einblicke in die einstige Arbeitswelt der Bauern. Draußen vor der malerischen Mühle breitet sich das blühende Leben aus. Als Gegenstück zum Rückblick auf das Katastrophenjahr 1816 bietet sich hier eine zauberhafte Runde um das Naturschutzgebiet Fuschlsee an.

 In diesen besonderes artenreichen Streuwiesen und Niedermooren am nördlichen Seeufer finden seltene Wiesenbrüter genauso ideale Bedingungen vor wie verschiedene Orchideenarten. Und sollte sich der Sommer doch noch von seiner sonnigen Seite zeigen, dann macht der Badeanzug im Rucksack Sinn, denn der Rundweg führt ja auch am Strandbad Hof vorbei.

Ausgangspunkt ist der ausgewiesene Parkplatz nahe der Hundsmarktmühle. Von hier geht es in westlicher Richtung am Wiesenbach entlang auf einem gut befestigten Weg quer durch das bedeutende Feuchtgebiet. Der Weg führt über die fischreiche Fuschlerache, dann am Golfplatz und am Strandbadzugang vorbei rechts abzweigend zum Parkplatz des Seebades. Nun folgt die Route zuerst der Seestraße und dann wieder rechts abzweigend dem Waldachweg zur romantischen Waldachmühle.

Die idyllische Fuschlerache wird ein zweites Mal überquert und ein Blick auf die hydrologische Messstation zeigt, dass dieses stille Gewässer auch ganz anders kann. Die mittlere Durchflussgröße von 1,12 Metern pro Sekunde bei einem Pegelstand von 130 Zentimetern steigert sich bei Starkwasser auf bis zu 17 Meter pro Sekunde und 270 Zentimeter Flusstiefe.

Bei der folgenden Kreuzung zweigt die kleine, allwettertaugliche Runde nach rechts ab und endet nach einer guten Gehstunde wieder auf dem Parkplatz.

So kommen Sie hin: Westautobahn A1, Abfahrt Thalgau, weiter nach Hof. Kurz nach dem Ortszentrum nach links in Richtung "Hundsmarktmühle" abzweigen. Parkplatz (2,50 Euro Gebühr) nach 2,5 Kilometern. Bus 150, Haltestelle Hof, Alte Tanne. Von hier zum Kreisverkehr Baderluck und über die Seestraße zur Vogelspur.


Dauer:
75 Minuten,
3,8 Kilometer.

Karte: f&b 282, ÖK 3204

Mehr Informationen im Internet (www.diehundsmarktmuehle.at). Das Museum hat am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, freier Eintritt.

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