Im Herz der Osterhorngruppe

Der Hohe Zinken ist ein besonders lohnendes Skitourenziel im Gebiet der Genneralm.

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Fit in die Natur Christian Heugl
Drei Männer im Schnee bei der Spurenanalyse am Hohen Zinken.  SN/christian heugl
Drei Männer im Schnee bei der Spurenanalyse am Hohen Zinken.

Der Hohe Zinken (1764 m) ist eine altbekannte Erscheinung am Skitourenhimmel der Osterhorngruppe. Ganz neu hingegen ist die Parkraumbewirtschaftung am Ausgangspunkt Parkplatz Lämmerbach. Die gute Nachricht: Seit Kurzem verkehrt im regelmäßigen Einstundentakt auch ein Linienbus zwischen Faistenau und Lämmerbach und ermöglicht so eine attraktive, umweltfreundliche und stressfreie Alternative zum Pkw.

Der Anstieg beginnt am letzten Parkplatz und folgt der drei Kilometer langen Zufahrtsstraße zur Genneralm. Der anfangs abzweigende Steig quer durch den Wald spart Zeit, schont aber nicht das Material und die Kräfte. Auf jeden Fall ist der Almweg für die Abfahrt ein schneesicherer Tipp.

Nach dem knapp einstündigen, eher schattigen Anstieg öffnet sich das sonnige Gebiet der Genneralm (1295 m). Noch vor der Verflachung zweigt ein Hauptast nach rechts (W) in Richtung Gennerhorn (1735 m) ab. Unter guten Bedingungen eine ebenfalls sehr lohnende, wenn auch wesentlich anspruchsvollere Tour.

Der Anstieg Richtung Hoher Zinken verläuft bei den ersten Hütten nach links, führt an der Posch'n-Hütte vorbei und verliert dann nach einer sanften Erhebung 80 Höhenmeter.

Nach der kurzen Abfahrt ist der Höhenverlust im steilen, nordwestseitigen Gelände gleich wieder aufgeholt. Über viele Kehren geht es auf den schütter bewaldeten Steilhängen bergauf, bis sich nach 300 Höhenmetern das flache Gipfelplateau abzeichnet.

Nun herrscht wieder viel Platz und dazu gesellt sich ein weiter Ausblick vom Schafberg bis zum Dachstein. Der beinahe gleich hohe Nachbar im Osten ist das skitechnisch eher unwichtige Osterhorn, das aber der ganzen, vom Gaisberg bis zur Postalm reichenden Gebirgsgruppe den Namen gab. Je nach Schneelage nutzen die Abfahrtsspuren den breiten, nordwestseitigen Steilhang aus. Im Blickfeld sollte dabei der gut sichtbare Übergang zur Posch'n-Hütte bleiben. Am tiefsten Punkt müssen die Felle noch einmal für den Gegenanstieg aufgezogen werden, danach folgt die Abfahrt, je nach Schneehöhe und -qualität der Almstraße oder den Waldspuren.

Tourenkarte. SN/freytag&berndt
Tourenkarte.

Hoher Zinken:

So kommen Sie hin:
Bus & Bahn: mit Bus 155 ab Sbg Hbf bis Faistenau, mit Bus 157 bis Hintersee Lämmerbach.
Pkw: über Hof (A 1, Abfahrt Thalgau) oder über das Wiestal (A 10, Abfahrt Hallein) nach Faistenau und 11 km weiter über Hintersee in den Talschluss Lämmerbach. Parkgebühr.
Gesamtanstieg: 2 ¾ Stunden, 1000 hm, 6,5 Kilometer.
Karte: f&b 392, ÖK 3210, 3211
Charakter: mittel
Info: www.lawine.salzburg.at

Aufgerufen am 26.05.2022 um 11:14 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/im-herz-der-osterhorngruppe-115783000

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