Naturerlebnis in der Glasenbachklamm

Eine abenteuerliche Reise durch die Erdgeschichte vor den Toren der Stadt Salzburg. Indiana Jones hätte seine Freude.

Autorenbild
Fit in die Natur Christian Heugl

In der mystischen Glasenbachklamm haben sich bestimmt schon viele junge Besucher von einem Forschervirus anstecken lassen. In wenigen Stunden durch die Erdgeschichte ist eben ein spannender Gedanke. Aber auch in unserer App-verwöhnten Zeit hat der Gang durch die Jahrmillionen nichts von seiner Faszination verloren.

Zwar schon oft gehört und trotzdem so unfassbar: Die präzise gefalteten Wellen aus Kalkgestein da drüben am anderen Bachufer waren vor 200 Millionen Jahren ein Meeresboden vor Afrika. Oder der rund 150 Millionen Jahre alte Fischsaurier, der hier im Mittelteil der Klamm gefunden wurde und der nun von Absolventen der HTL Hallein ein eindrucksvolles Denkmal erhalten hat. Das Original kann im Haus der Natur bewundert werden. Mittendrin ganz feine Töne. Zwischen all den fossilen Giganten baut ein Meisenpaar auf dem einzigen Brunnentrog in der Klamm gerade ein Nest und sorgt für neues Leben. Die Klamm steckt voller Geheimnisse, die jeder entdecken kann. Übermorgen, am Sonntag, 10. Juni, fällt das besonders leicht. Da veranstaltet die Österreichische Naturschutzjugend einen kostenlosen Naturerlebnistag. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Platz vor dem Klammeingang, dann beginnt unter der Patronanz von Eberhard Stüber und weiteren Naturkundlern der familientaugliche Gang durch die Erdgeschichte. Zur Stärkung wartet im oberen Bereich der Klamm ab 12 Uhr ein Lagerfeuer zum Würstelgrillen (Würstel bitte selbst mitnehmen).
Aber auch für weiterführende Expeditionen ist die Klamm ein guter Boden.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz vor dem Klammeingang. Der Weg 8 führt einen Kilometer in die Klamm, zweigt beim Brunnentrog nach rechts ab und verläuft ziemlich steil am Lettenbach entlang zur Höhenwaldstraße. Diese wird gequert, danach geht es durch den schönen Mischwald zum Gasthaus Fageralm (Freitag Ruhetag) weiter. Der Weg führt zur Zufahrt hinauf, zweigt gleich wieder nach rechts ab. Bei einer Weggabelung kurz nach der Querung des Lettenbachs bieten sich zwei Varianten an. Die übliche führt über die Erentrudisalm und das Wildlehen retour zur Klamm, die selten begangene Route folgt dem Weg 9 über Gfalls (siehe Karte).

Daten & Fakten
Glasenbachklamm

So kommen Sie hin: Aus der Stadt Salzburg über die Alpenstraße, Abzweigung Hellbrunner Brücke, oder über die Aigner Str. nach Glasenbach und gegenüber der ehemaligen Rainerkaserne nach links, Abzweigung "Erentrudisalm, Fager". Parkplätze nach 600 m. Wegen der eingeschränkten Parksituation bitte um Anreise mit den Öffis oder dem Fahrrad.

Bus & Bahn: Obus 7, Postbus 160 bis HS Elsbethen Glasenbach (Kreisverkehr). Fußweg zur Klausbachbrücke, dort links. Gehzeit 15 Min.
Gesamtdauer: 2 ¾ Stunden, 430 Hm, 6 Kilometer.
Karte: f&b 391, ÖK 3210.
Charakter: beliebtes Wandergebiet, ideal auch für heiße Tage. Festes Schuhwerk.
Naturerlebnistag: Info unter www.naturschutzjugend.at/Salzburg/

Aufgerufen am 16.08.2018 um 08:08 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/naturerlebnis-in-der-glasenbachklamm-28948000

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