Steiler Zinken mit flachem Dach

Der Hohe Zinken (1764 Meter) in der Osterhorngruppe ist fast immer ein Garant für staubende Pulverabfahrten über die steilen Nordwesthänge.

Autorenbild
Fit in die Natur Christian Heugl
Pulvertraum am Hohen Zinken mit Blick auf das Holzeck (links) und Königsberghorn. SN/christian heugl
Pulvertraum am Hohen Zinken mit Blick auf das Holzeck (links) und Königsberghorn.
Pulvertraum am Hohen Zinken mit Blick auf das Holzeck (links) und Königsberghorn. SN/outdooractive
Pulvertraum am Hohen Zinken mit Blick auf das Holzeck (links) und Königsberghorn.

Spitze Erhebungen mit der Bezeichnung Zinken gibt es im Salzburger Bergland einige. Gemeint sind immer auffallende Gipfel, die sich besonders gut als markante Grenzpunkte eignen.

Der Hohe Zinken (1764 Meter) bei Hintersee wird sogar schon in einer Urkunde aus dem Jahre 784 als "Cinkin" erwähnt. Der Aufstieg über die licht bewaldete Nordwestseite ist dann auch wirklich eine sehr steile Angelegenheit. Hingegen ist das Gipfelplateau dann wieder überraschend flach und bietet viel Platz.

Der ist an schönen Wochenenden auch nötig, denn die Tour auf den Zinken erfreut sich großer Beliebtheit. Ein unauffälliges Dasein fristet das benachbarte Horn im Osten, das Osterhorn (1746 Meter), das aber andererseits einer ganzen Gebirgsgruppe seinen Namen verliehen hat.

Der Ausgangspunkt zu dieser Hochwintertour ist der große Parkplatz Lämmerbach (820 Meter) drei Kilometer südlich von Hintersee. Der Anstieg folgt der Wirtschaftsstraße Richtung Genneralmen, aber schon bald erlaubt der abzweigende Steig eine schnellere und kürzere Variante. Nach der Einmündung in die mäßig ansteigende Straße geht es dann nach einer knappen Stunde unterhalb der oft lawinengefährdeten Gennerhorn-Ostflanke zu den Genneralmen weiter.

Die Spur auf den Zinken zweigt vor der ersten Hütte nach links ab und erreicht so den flachen Sattel südlich vom Holzeck. Nun folgt eine kurze Abfahrt über 70 Höhenmeter, bevor sich auf der anderen Grabenseite der Anstieg fortsetzt. Die Spur auf dem breiten Nordwesthang passt sich dem Gelände an. Zunächst noch mäßig steil im dichteren Hochwald, dann aber mit immer größerer Steilheit im lichten Lärchenwald verläuft der Anstieg mit vielen Spitzkehren Richtung Südosten. Zum Ende hin wird das Gelände wieder flacher, dafür ist das Gipfelplateau oft vom stürmischen Wind gezeichnet. Einem Herbststurm im vergangenen Jahr ist übrigens auch das hölzerne Gipfelkreuz zum Opfer gefallen. Die Abfahrt folgt dem Anstieg. Dazu gehört dann eben auch wieder der kurze Gegenanstieg mit Fellen zu den Genneralmen, bevor es über den Wirtschaftsweg nach Lämmerbach in rasanter Fahrt hinabgeht.

Daten & Fakten
Der Hohe Zinken

So kommen Sie hin: über das Wiestal (A10, Abfahrt Hallein) oder über Hof (A1, Abfahrt Thalgau) nach Faistenau und Hintersee und drei Kilometer weiter zum Talschluss-Parkplatz Lämmerbach.
Bus & Bahn: Bus 155 ab Salzburg Hauptbahnhof bis Hintersee Lämmerbach.
Anstieg: Zweieinhalb Stunden, 1000 Hm, 5 Kilometer.
Karte: f&b 392, ÖK 3210.
Charakter: meistens gespurte, nordwestseitige Hochwintertour mit einem Gegenanstieg.
www.lawine.salzburg.at

Aufgerufen am 21.02.2018 um 08:16 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/steiler-zinken-mit-flachem-dach-23742658

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