Über das Hahnbalzköpfel

Der sanfte Kamm, der vom Bernkogel Richtung Norden verläuft, eröffnet ein wunderbares Wandergebiet hoch über dem Gasteiner Tal.

Fit in die Natur SN
Über das Hahnbalzköpfel SN/sn
Das Herzstück der Wanderung ist der Rücken zwischen Hahnbalzköpfel und Rauchkögerl.

Was für ein Gegensatz! Auf der einen Seite

der wild zerfurchte Bernkogel (2325 m), nördlich davon und 500 Höhenmeter tiefer ein langer, breiter Kamm, wie er einladender nicht sein könnte. Der höchste der sanft an- und absteigenden Buckel ist das Hahnbalzköpfel (1862 m). Üppige, tiefrote Heidelbeer- und Preiselbeerstauden, dann wieder vom Wind gezeichnete Lärchen und zwischendrin schwarze Moorlacken prägen dieses grandiose Naturerlebnis über dem Gasteiner Tal. Eine alpine Märchenlandschaft im Schatten des Bernkogels, dessen anspruchsvolle Besteigung diesmal warten muss.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz am nördlichen Ende des Dorfgasteiner Ortsteils Unterberg. Teils über den Wirtschaftsweg, teils über Abkürzungen und dann über den originellen Bärenwandersteig geht es in einer Stunde zur Amoser Niederalm (1190 m). Zur richtigen Zeit, wenn der Steinofen in Betrieb ist, duftet es schon von Weitem nach frischem Brot. Die Runde wird sich zum Glück hier schließen, aber zuvor zweigt der Weg noch nach rechts Richtung Rauchkögerl ab.

An der Lehenalm (1420 m) vorbei führt der Steig an den Fuß des Rauchkögerls. Der kurze Stichweg auf den Gipfel (1810 m) führt zum Schluss über Kalkgestein und nun öffnet sich ein herrlicher Blick auf das Salzachtal.

Aus geologischer Sicht interessant ist der Blick auf die andere Seite zum südlich gegenüberliegenden Kreuzkögerl, denn dieser fast gleich hohe Gipfel besteht aus Quarzit, also einem gänzlich anderen Gestein.

Wieder an der Abzweigung des Gipfelsteigs zurück, folgt nun

die wahre Genussmeile südwärts Richtung Hahnbalzköpfel. Dieser sanft an- und aufsteigende, zweieinhalb Kilometer lange Kammweg verläuft bis knapp vor den steil aufragenden Bernkogel.

Bald nach dem Kreuz zweigt der Steig nach links zur Amoser Hochalm ab. An dieser und wenig später an der Peterbaueralm (1592 m) vorbei geht es wieder retour zur Amoser Niederalm. Der letzte Teil der frühherbstlichen Almwanderung folgt dem bereits bekannten Weg. Die Auffahrt zur Amoseralm ist für Gäste auch mit dem Pkw möglich. Die Gehzeit verkürzt sich dadurch um rund zwei Stunden.

So kommen Sie hin: durch das Salzachtal auf der B311 nach Lend und weiter in das Gasteiner Tal. Kurz vor Dorfgastein nach rechts Richtung Unterberg (2,5 km). An den Höfen vorbei auf den Alm-Parkplatz.

Ges.: 6 St., 14 km, 1150 Hm.

Karte: f & b 191, ÖK 3222.

Amoseralm: bewirtschaftet bis 26. Oktober.

Charakter: unkomplizierte Alm- und Höhentour für konditionsstarke Geher.

Aufgerufen am 23.09.2018 um 09:59 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/ueber-das-hahnbalzkoepfel-1073176

Schlagzeilen