Unterwegs nach Bad Reichenhall

Auf kulturhistorischen Spuren und einer allwettertauglichen Runde, die von Großgmain nach Bad Reichenhall und wieder zurück führt.

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Fit in die Natur Wolfgang Tonis
Gruttenstein, eine der ältesten Befestigungsanlagen im Reichenhaller Raum.  SN/wolfgang tonis
Gruttenstein, eine der ältesten Befestigungsanlagen im Reichenhaller Raum.

Die Kirche von Großgmain ist eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten im Land. Über Jahrhunderte pilgerten die Wallfahrer zur Gnadenmutter "auf der Gmain", um Hilfe zu erwirken. Die Wundertafeln in der Eingangshalle und im Altarraum der Kirche berichten davon - alles beglaubigt mit dem Wappen des Erzbischofs Leonhard von Keutschach (1513).

Die Wanderung startet beim Marienbrunnen vor der Kirche, führt entlang der Hauptstraße über die Staatsgrenze, folgt links der Straße Richtung Bad Reichenhall und biegt kurz darauf rechts in den Großgmainer Gangsteig ein. Die Route nach Reichenhall und Gruttenstein ist gut beschildert und führt oberhalb der Stadt am Streitbühel vorbei, wo nach alten Überlieferungen die "Hallburg" stand. Jene geheimnisvolle Burganlage der Salzburger Erzbischöfe, die ebenso schnell verschwand, wie sie gebaut wurde. Gleich unterhalb liegt die stolze Burg Gruttenstein, die zum Schutz der Reichenhaller Saline erbaut wurde. Ab heute öffnet Gruttenstein an den Wochenenden die Tore für einen Adventmarkt.

Die Lage oberhalb der alten Stadt öffnet reizvolle Perspektiven und es gibt mehrere Abstiege ins historische Zentrum. Vom Unteren Lindenplatz neben der Alten Saline geht es durch die Fußgängerzone der Ludwigstraße. Im Anschluss führt die Salzburger Straße direkt zur Kirche St. Zeno, die als größter romanischer Kirchenbau Oberbayerns gilt. Die Kirche birgt neben dem eindrucksvollen Rundbogenportal aus Adneter und Untersberger Marmor eine Vielzahl von Kunstschätzen.

Beim Pfarrhof St. Zeno zweigt die Hubertusstraße ab. An deren Ende geht es nach rechts und am Rand des Karlsparks bis zu einer Steintreppe, die den Kirchholzabhang bergan führt. Dann entlang eines Waldlehrpfads zur "Moltke-Eiche" hinauf. Hiernach links weiter in Richtung Klosterhof, kurz darauf rechts in den Claire-Waldoff-Weg und durch die Weberstraße zur Feuerwehrheimstraße, wo der weitere Rückweg nach Großgmain über den Sonnensteig oder über den Harbachersteig anschließt.

Wanderkarte. SN/freytag&berndt
Wanderkarte.

So kommen Sie hin:

Pkw: A1 oder A10, Abfahrt Salzburg-West und über Wals nach Großgmain. Parkplatz im Ort nahe der Kirche.
Bus: Linie 180 ab Hauptbahnhof Salzburg.
Gehzeit: 2 Std./90 Hm/6,6 km. Karte: f & b WK 391 od. WDK 5. Charakter: einfache Wanderung auf Zufahrtstraßen und Waldwegen, die in die Kulturgeschichte von Bad Reichenhall eintaucht.

Aufgerufen am 10.12.2019 um 05:46 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/unterwegs-nach-bad-reichenhall-79560637

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