Wie gut, dass Heinz-Christian Strache keine Frau ist

Der Vizekanzler entgeht als Mann und Jungvater vielen blöden Fragen. Mit seinem Papamonat hilft er als Role Model den Frauen.

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Wäre Heinz-Christian Strache eine Frau, müsste er jetzt, wie seine Regierungskollegin Elisabeth Köstinger, Interviews ganz anderer Art geben. Er würde gefragt, wie er gedenkt, seinen Job als Vizekanzler mit einem Baby zu vereinbaren. Er würde Reportagen über sich finden, wie er seinen kleinen Sohn zwischen Auftritten bei Konferenzen im Ausland füttert. Er müsste sich erklären, ob er nicht ein schlechtes Gewissen habe, weil er nicht ständig bei seinem Sohn zu Hause ist, und müsste Auskunft über den Seelenzustand der Kindesmutter geben, weil sie sich beruflich freispielt, damit er weiter seinem politischen Amt nachgehen kann. Zu allem Überdruss müsste er sich Bemerkungen über seine Figur gefallen lassen. Ein paar Kilogramm während der Schwangerschaft zugelegt, und einige Wochen nach der Geburt noch immer nicht abgespeckt? Die Fragen würden auch nicht abebben, nachdem sich die Aufregung um die Geburt gelegt hat. Das Thema Kind würde immer eines bleiben.

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