Klein zu sein ist kein Nachteil. Wenn man den Schalter umlegt

Siemens teilt sich auf, weil der Konzern zu groß und zu träge geworden ist. Ist Kleinheit das neue Ideal?

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Im Innovationswettbewerb hat der alte Kampf Groß gegen Klein eine neue Wendung genommen: Da Kleine wendiger und häufig auch mit einer klareren Richtung unterwegs sind als die Großen, kann es von Vorteil sein, klein zu sein. Ein gutes Beispiel ist Siemens, das in sechs verschiedene Teile aufgespaltet wird: "Wenn ein Unternehmen kleiner ist und einen klaren Unternehmenszweck hat, ist es leichter, sich zu fokussieren", begründet Konzernchef Joe Kaeser die Strategie. "Größe macht träge, Breite defokussiert." Auf Deutsch: Während die Kleinen schon Tempo aufnehmen, überlegen die Großen noch immer, wo sie eigentlich hinwollen. Stimmt also das Leopold-Kohr-Zitat "Small is beautiful" endlich auch in der Wirtschaftswelt? So eindeutig kann man das nicht bestätigen: Was Siemens mit "klein" meint, ist für österreichische Verhältnisse noch immer ein Großkonzern. Der Medizintechnik-Spross Siemens Healthineers hat 48.000 Mitarbeiter.

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