Es geht um viel mehr als um Urlauber, die im Stau stecken

Konflikte zur Migrationspolitik, wie zuletzt das deutsche Schauspiel zeigte, werfen die Frage nach den Kosten einer Demontage des Schengensystems auf.

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Die Ergebnisse der einzelnen Schätzungen eines Aus für Schengen, das wieder stationäre Grenzkontrollen an Binnengrenzen bedeutet, sind sehr unterschiedlich, behandeln sie doch meist nur Teilaspekte eines komplexen ökonomischen Ablaufs.

Die renommierte Prognos AG hat 2016 eine Schätzung der volkswirtschaftlichen Kosten einer Schließung der Grenzen im Schengenraum erstellt. Das Ergebnis: Bei einer Steigerung der Importpreise von einem beziehungsweise drei Prozent belaufen sich die Kosten bis 2025 auf 470 Milliarden Euro oder 1431 Milliarden für alle Schengenländer. Für Österreich ergeben die Schätzungen 14 beziehungsweise 43 Milliarden, für Deutschland sind es zwischen
77 und 253 Milliarden.

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