Was am Brennpunkt Afrika alles zu tun wäre

Die Fluchtwelle aus Afrika rollt und sie ist kaum zu stoppen. Ändern wird sich das nur, wenn Afrika nachhaltig geholfen wird.

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Ursachen für Afrikas Misere gibt es viele: der Klimawandel, der die Regionen südlich der Sahara zu Wüsten macht; Kriege aus ethnischen Motiven oder wegen wertvoller Rohstoffe; die Kleptokratie von Potentaten und einer kleinen Oberschicht. Das gestohlene Vermögen landet in den Finanzzentren der Industriestaaten oder in Immobilien an Nobeladressen (geschätztes Volumen: mindestens 600 Mrd. US-Dollar). Es ist die Handelspolitik der Industriestaaten, die den Staaten Afrikas nicht hilft, sondern sie nur ärmer macht. Die Agrarproduktion Afrikas wird verdrängt, weil die subventionierten Importe aus der EU billiger sind. Die Küsten Westafrikas werden von EU-Fangflotten leergefischt, das ruiniert die lokalen Fischer. Dazu kommt, dass sich Afrikas Bevölkerung bis 2050 aller Voraussicht nach verdoppeln wird.

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