Das Dschungelcamp ist out. Ab ins Castlecamp!

Am End' müssten sie ihren Namen a bisserl ändern. In "Castleruther Spatzen". Dann dürfte die Südtiroler Combo vermutlich dort auftreten. Nämlich im Castlecamp.

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Lokalpatriot Heinz Bayer

Herr W. aus M. schrieb mir per Messenger (auch Lokalpatrioten sind am Stand der Technik!): "Deine Artikel beginnen im Pinzgau zu wirken." Zur Erklärung: Ich kenne Herrn W. schon lange. Deshalb auch der vertrauliche Ton. Herr W. weiter: "Nach meiner Bestellung von ,Ham & Eggs' bekam ich ein Rührei mit Speck. Und das jetzt schon zum zweiten Mal."

Frage an Sie: Soll sich unsereins über so eine Nachricht freuen? Schon, oder? Es scheint ein kleiner Anfang gemacht. Das dachte ich mir, bekam Hunger und träumte spontan von Rührei mit Speck. Aber dann: Plötzlich taucht auf Gesichtsbuch (Facebook) diese Meldung auf: "Castlecamp 2018. Ort. Burg Kaprun." Und weiter: "Zum zehnten Mal bringt das Castlecamp Touristiker aus dem In- und Ausland auf die altehrwürdige Burg Kaprun." Aha. Aus der Veranstaltergruppe sei der Social Media Circle Austria entstanden, der "bis dato das Event organisiert". Es gäbe "zielgruppenspezifische Sessions" und Themenvorschläge würden auf dem "Paper-Wiki" gesammelt. Klar!

Ein Bekannter, dem ich die Einladung der Österreich Werbung (ÖW) zu lesen gab, meinte politisch inkorrekt - doch mit Wortwitz: "Die haben nicht mehr alle Castle im Schrank."

Nun, was bleibt? Der Wunsch, die ÖW möge ihr nächstes Camp in einer echten Fremdsprache abhalten - etwa in Deutsch! Bei all den englischen Fachtermini drängt sich ja die Frage auf: Geht es in der Tourismusbranche nicht sehr oft (zu oft?) um "Music for musicians"? Also bloß darum, auf die anderen Teilnehmer halt schlauer als schlau zu wirken?

Aufgerufen am 10.08.2020 um 06:02 auf https://www.sn.at/kolumne/lokalpatriot/das-dschungelcamp-ist-out-ab-ins-castlecamp-38741491

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