Ein Konflikt von ORF und Zeitungen schadet Österreich

Medienpolitik darf sich nicht auf das Klein-Klein zwischen öffentlichem Rundfunk und privaten Verlegern beschränken.

Autorenbild

"Wir erleben im Netz eine mit öffentlich-rechtlichen Geldern finanzierte Flut textbasierter Gratis-Angebote, nichts anderes als eine gebührenfinanzierte digitale Staats-Presse, die den Wettbewerb verzerrt", beklagt der Verlegerpräsident "mittelfristig eine lebensbedrohliche Schieflage gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Überdies sieht er einen "staatlichen Eingriff in den freien Lokal- und Regionaljournalismus". Darauf antworten die Senderredakteure ihren Zeitungskollegen: "Wir fühlen uns diskreditiert, wenn Sie uns als Staatsfunk bezeichnen und uns damit unterstellen, dass wir uns politisch steuern lassen." Also unterstreicht der Verleger seine Wertschätzung für die TV-Journalisten, erneuert aber seine Sorge um die strategische Ausrichtung ihres Arbeitgebers.

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 16.12.2018 um 12:27 auf https://www.sn.at/kolumne/mediathek/ein-konflikt-von-orf-und-zeitungen-schadet-oesterreich-20617906