Die Frauen im Verborgenen

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Meine Heldin Monika Petschenig

Meine Heldinnen sind Frauen, die ihre Leistungen als selbstverständlich ansehen, was sie aber nicht sind. Da wäre zum Beispiel die Frau, die sich von einem gewalttätigen Mann trennt, drei Kinder allein großzieht, viele Nebenjobs annimmt, um das Leben zu finanzieren.

Oder die Frau, die dem Karrieremann den Rücken freihält, und ihn, weil sie betrogen wird, verlässt, sich scheiden lässt, die Ausbildung der Tochter allein finanziert und nun mit 65 Jahren trotz Berufstätigkeit mit der Mindestpension auskommen muss, weil ihr Ex-Mann auf dem Papier nichts besitzt.

Da wäre auch die Frau, die vier Kinder großgezogen hat,
ihnen eine gute Ausbildung ermöglichte, immer nebenbei gearbeitet hat und sich über Jahre um den psychisch kranken Ehemann und die kranke Mutter kümmerte. Auch sie lebt von der Mindestpension. Diese Frauen sind stellvertretend für viele Frauen genannt, die für mich die wahren Heldinnen sind, und deshalb gehören sie auf die
Titelseite der SN.

Aufgerufen am 17.04.2021 um 10:33 auf https://www.sn.at/kolumne/meine-heldin/die-frauen-im-verborgenen-67798375

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