Dienstreise in eine andere Eishockey-Welt

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Powerplay | Eishockey Liga - EBEL Michael Smejkal

Es ist eine Frage der Ehre für den österreichischen Eishockey-Meister Red Bull Salzburg: Am heutigen Dienstag (19.45) tritt Österreichs erste Adresse beim Schweizer Meister SC Bern zum Rückspiel in der Champions Hockey League an und nach der vorwöchigen 1:4-Niederlage scheint alles entschieden - zumal Bern-Trainer Kari Jalonen auch sagt: "Wir nehmen die Champions League sehr ernst und wollen weit kommen."

Dennoch wollen die Salzburger das ramponierte Image des heimischen Eishockeys in der Schweiz etwas aufpolieren und zeigen, dass man in der Vorwoche unter Wert geschlagen wurde. Trainer Greg Poss glaubt sogar an die Sensation. "Wir können auch drei Tore aufholen", sagt er mit Blick auf die Schuss-Statistik des Hinspiels, die mit 32:20 für Salzburg sprach.

Aber Berns Stärken sind die Effizienz vor dem Tor und der überragende Keeper Leonardo Genoni - er war auch Spieler des Abends beim 5:0 gegen Servette Genf - vor der heurigen "Minuskulisse" von 15.534 Zuschauern . . .

Zumindest fährt Salzburg nach dem 4:1 in Linz mit etwas breiterer Brust nach Bern, was auch Manuel Latusa zu Überlegungen verleitet: "Wir müssen nicht gleich am Anfang Druck machen, wir haben 60 Minuten Zeit für die Tore." Das stimmt, doch ist ein 3:0 zu wenig, ein 4:1 brächte eine Verlängerung und ab 5:2 wäre dann Salzburg weiter - nur zur Vollständigkeit.

Bei Salzburg hofft man auf den Einsatz des angeschlagenen Thomas Raffl,Andreas Kristler und Raphael Herburger könnten am kommenden Wochenende in der Liga zurückkehren. Schwesterclub Red Bull München (1:1 gegen Växjö) steht ebenfalls vor dem Aus.

Aufgerufen am 13.11.2018 um 07:14 auf https://www.sn.at/kolumne/powerplay/dienstreise-in-eine-andere-eishockey-welt-986233

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