Scheinheiliges Gerede über "Fairness" und "Gerechtigkeit"

Will die Regierung die einen Pensionisten zum Nachteil anderer Pensionisten bevorzugen, soll sie das offen und ehrlich sagen.

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Die Regierung verkündet stolz, dass sie es geschafft habe, rasch und ohne großes Tamtam die Erhöhung der Pensionen für das kommende Jahr festzulegen. Sie spricht von einer "gerechten", "fairen" Maßnahme, weil die Bezieher niedriger Pensionen (bis 1115 Euro) 2,6 Prozent mehr bekommen werden, die Bezieher von etwas höheren Pensionen (bis 1540 Euro) zwischen 2,6 und 2,0 Prozent und die höheren Pensionen 2,0 Prozent, also den Ausgleich der Inflation. Damit werden die untersten rund
1,1 Millionen Pensionisten ein wenig bevorzugt, weitere rund 1,6 Millionen müssen mit einer kleineren Steigerung zufrieden sein oder damit, dass ihre Pensionsbezüge gerade einmal den bisherigen Wert behalten.

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