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Wandern in Salzburg: Tolle Wandertouren im Tennengau und Pinzgau

Salzburg ist bekannt für seine tollen Wandergebiete. Egal ob Anfänger oder Profi, in Salzburg findet jeder eine perfekte Wandertour. Um Ihnen die Suche nach dieser Tour zu erleichtern, geben wir Ihnen einige Tipps und Empfehlungen für das Wandern speziell im Tennengau und Pinzgau. Berg heil!

1. Barmsteine

Der erste Tipp zum Wandern im Tenngau befindet sich in Hallein. Die beiden markanten Barmsteine sind das Wahrzeichen von Hallein. Die Barmsteine bestehen aus dem Großen Barmstein (851 m) und dem Kleinen Barmstein (841 m). Über dem Großen und die Köppelschneid verläuft auch heute noch die Grenze zwischen Hallein und Berchtesgaden. Im Sommer steht einer wunderschönen Wanderung nichts mehr im Wege, im Winter sollte man jedoch vorsichtig sein. Bei dieser Jahreszeit sind die Touren nicht zu unterschätzen und nur für sichere und erfahrene Wanderer zu empfehlen.

Der Wanderweg
Auf der Bergseite, rechts neben dem Kaltenhausener Bräustübl, beginnt die Wanderung zunächst mäßig steil, dann aber gewinnt der schattige, manchmal auch rutschige Waldsteig rasch an Höhe. Nach einer halben Stunde zweigt der anspruchsvolle Abstecher auf den Großen Barmstein (851 m) nach links ab, besser gesichert, aber auch nur für trittsichere, schwindelfreie Bergsteiger geeignet, ist der Steig auf den Kleinen Barmstein (841 m). Gipfelsteig jeweils 30 Minuten Gehzeit. Der weitere Wanderweg führt am Wildgehege vorbei zum Café s'Bamstoa und wieder zurück in den Wald zur Ruine Thürndl. Der Ödl-Steig verläuft durch einen lichten Laubwald und endet kurz vor der neuen Dürrnbergstraße. Diese wird gequert, die Route folgt nun der alten, wenig später nach rechts abzweigenden Straße. An Kreuzigungsszenen vorbei geht es hinab zur Stadtpfarrkirche.

• Weglänge: 6 km
• Gehzeit: 2,5 Stunden
• Höhenunterschied: 400 Höhenmeter

2. Pass Lueg

Golling ist der nächste heiße Tipp zum Wandern im Tennengau. Der Pass Lueg bei Golling in Salzburg ist das Eingangstor vom Flachland ins Gebirge und ist gleichzeitig ein geschichtsträchtiger wie schicksalhafter Ort. Durch seine strategisch günstige Lage kam dem 552 Meter hoch gelegenen Pass Lueg bei Golling im Tennengau schon immer eine wichtige Schlüsselposition zu. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich auf der Passhöhe von antiken Opfergaben bis zur kleinen Wallfahrtskirche, vom keltischen Flügelhelm bis zu zahlreichen Zeugnissen militärischer Auseinandersetzungen ganz unterschiedliche kulturhistorische Spuren finden. Wanderer überzeugt jedoch meist mehr der Blick auf die Salzach mit der über 100 Meter tief eingefrästen Salzachklamm.

Der Wanderweg
Die Klamm im Tennengau ist gut gesichert, Trittsicherheit und passendes Schuhwerk sind aber nötig. Eine Wanderung kann nicht nur im Sommer sondern auch im Winter stattfinden. Am Eingangskiosk vorbei führt der halbstündige Steig zu verschiedenen interessanten Stationen, Höhepunkt oder vielmehr tiefster Punkt ist der gewaltige Dom. Bis zu diesem Standort hat sich die Salzach in den letzten 10.000 Jahren schon 90 Meter in den Dachsteinkalk zwischen Tennen- und Hagengebirge geschnitten, aber auch der nicht sichtbare Teil der Klamm unter der Wasseroberfläche beträgt 60 Meter. Alternativen zum Rückweg der Wanderung, sind die angeschriebene Abzweigung in den Ort Golling im Mittelteil oder, nach vorheriger Vereinbarung, der 700 Meter lange Flug über die reißende Salzach mit dem Flying Fox bis zur Leube-Brücke.

• Weglänge: 1 km
• Gehzeit: 1 Stunde
• Höhenunterschied: 90 Höhenmeter

Der Paß Lueg im Nebel. SN/heinz tischer
Der Paß Lueg im Nebel.

3. Gollinger Wasserfälle

Vor allem ist Golling im Tennengau bekannt für seine Wasserfälle. Der Wasserfall teilt sich auf zwei Fallstufen auf und stürzt von 75 Höhenmeter in die Tiefe. Dieses Naturschauspiel ist sehr beliebt für Familienausflüge mit Kindern vor allem im Sommer. Neben dieser Attraktion liegt die Wallfahrtskirche St. Nikolaus am Eingang zu den Gollinger Wasserfällen.

Der Wanderweg
Der Ausgangspunkt der nach wie vor äußerst beeindruckenden Wasserfallrunde ist der Parkplatz beim Torrener Hof in Golling. Die beiden über eine Treppenanlage erreichbaren Fallstufen begeistern bis heute noch alle Besucher. Und noch immer "kräuselt Staubregen dem Bewunderer das Haar".

• Weglänge: 2,5 km
• Gehzeit: 1 Stunde
• Höhenunterschied: 130 Höhenmeter

4. Innersbachklamm und Kniepass in Unken

Vom Tennengau nun zum Pinzgau. Die Innersbachklamm und der Kniepass in Unken eignen sich perfekt zum Wandern im Pinzgau. Auf den ersten Blick sind die Wehrbauten am Kniepass und die enge Innersbachklamm nicht leicht zu erkennen.
Knapp zwei Kilometer südlich von Unken liegt an einer strategisch besonders günstigen Engstelle die Festung Kniepass. Sie steht auf einer Anhöhe und ist von der Straße nach Lofer kaum einsehbar. Die Festung in Unken befindet sich heute in Landesbesitz, ein sehenswertes Museum ist in der gut erhaltenen Anlage untergebracht.

Der Wanderweg
Ausgangspunkt ist der schattige Wanderparkplatz vor dem Hotel Schütterbad. Der Wanderweg "Innersbachklamm" folgt der Saalach flussaufwärts. Nach dem flachen Anfangsteil geht es bald einige Meter bergauf, von hier ergibt sich ein schöner Überblick über das Saalachknie und die Befestigungsanlage auf der anderen Uferseite. Am Ende dieser Engstelle zweigt der Anstieg Richtung "Klebertal, Reith" nach links ab und führt über einige Kehren in das Hochtal. Ohne den Innersbach zu queren, folgt der vorübergehend Weg dem alten Holzschild "Innersbachklamm" nach rechts. Immer am rechten Bachufer entlang führt die Wanderung, nun wieder in die Klamm. An deren Ende befindet sich eine Auswaschung, die von besonders Mutigen nach dem Wildwasser-Rafting zum Gumpenspringen genutzt wird. Auch die Wanderer lassen sich Richtung Saalach treiben und zweigen nach rechts auf den schönen Uferweg ab, auf dem es an den Startpunkt zurückgeht. Ebenso interessant ist die nahe Löwenquelle, die zehn Gehminuten entfernt aus einer steinernen Löwenskulptur ans Tageslicht tritt.

• Weglänge: 5 km
• Gehzeit: 2 Stunden
• Höhenunterschied: 80 Höhenmeter

5. Der Hirschbichl

Der Hirschbichl ist ein Pass in den Berchtesgadener Alpen, seine Passhöhe liegt jedoch im Pinzgau. Die Hirschbichlstraße, einst ein wichtiger Handelsweg zwischen Berchtesgaden und dem Salzburger Pinzgau, ermöglicht heute einen bequemen Zugang in den Nationalpark Berchtesgaden. So bequem wie jetzt gestaltete sich das Naturerleben noch nie: Der wunderbare Almerlebnisbus fährt in der Sommersaison zehn Mal pro Tag von Hintersee nach Weißbach im Saalachtal und wieder zurück. Womit sich im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet vom kurzen Spaziergang bis zur hochalpinen Alm- oder Hüttenwanderung viele Möglichkeiten auftun. Oben am Berg auf 1334 Metern Seehöhe befindet sich die Litzlalm. Sowohl für Wanderer als auch für Mountainbiker ist die Litzlalm ein beliebtes Ziel.

Der Wanderweg
Mit dem Almbus von Weißbach im Saalachtal oder Hintersee zur Haltestelle Hirschbichl. Von dort verläuft eine bequeme, 2,5 km lange Wirtschaftsstraße zur bewirtschafteten Litzlalm. Der Rückweg zur Hirschbichlstraße folgt dem kürzeren Wald- und Wiesenweg 35. Entlang der Passstraße geht es links abzweigend in wenigen Minuten an den Ausgangspunkt.

• Weglänge: 3,5 km
• Gehzeit: 1.5 Stunden
• Höhenunterschied: 200 Höhenmeter

Der Wanderweg zum Hirschbichl. SN/hans
Der Wanderweg zum Hirschbichl.

6. Die Steinbergrunde

Nicht nur Wandermöglichkeiten bietet der Pinzgau, sondern auch Mountainbiker sind herzlich willkommen. Ein Radweg umrundet die Loferer und die Leoganger Steinberge und führt zu bedeutenden Orten der Salzburger Geschichte. Die 65 Kilometer lange Radrunde im Pinzgau führt zu herrlichen Rastplätzen, so wie am Pillersee und vielen historischen Stätten. Die gut markierte "Steinbergrunde" ist größtenteils autofrei oder verkehrsberuhigt.
Eine Station am Radweg ist in Leogang-Hütten. In einem Gewerkenhaus wurde das Bergbau- und Gotikmuseum untergebracht. Einen weiteren Stopp sollte man an der St.-Anna-Kapelle machen. Die Kapelle überzeugt mit ihrem einzigartigen Bergbaualtar. In der Nähe der Leoganger Steinberge befindet sich der Hochkönig und Saalfelden am Steinernen Meer. In dieser Umgebung kann man viele sportliche Aktivitäten unternehmen. Von einer Tour mit dem Rad bis hin zu einer Wanderung auf die Alm, alles ist möglich. Ein Sport-Urlaub für motivierte Radfahrer sowie Wanderer eignet sich daher perfekt in dieser Region (Leogang, Saalfelden).

Der Wanderweg
Vom Startpunkt Lofer ist die Festungsanlage Pass Strub an der Grenze zu Tirol bald erreicht, dann folgen einige steile Höhenmeter. Weitere Höhepunkte sind die wildromantische Öfenschlucht vor der Wallfahrtskirche St. Adolari, der zauberhafte Pillersee und der Grießenpass (960 m). Auch auf dem Rückweg durch das Saalachtal gibt es interessante Entdeckungen, wie etwa das am 8. Mai 1945 aufgemalte Zeichen der amerikanischen Rainbow Division auf einem Felsen vor der Lamprechtshöhle bei St. Martin. Diese ist mit 52 Kilometern die längste erforschte Höhle in Salzburg, davon sind 700 Meter als Schauhöhle begehbar.

• Weglänge 65 km
• Höhenunterschied: 710 Höhenmeter

Um immer die wichtigsten Dinge beim Wandern dabei zu haben, werfen Sie einen Blick in unsere Checkliste fürs Wandern.

Quelle: SN

Aufgerufen am 22.09.2018 um 09:20 auf https://www.sn.at/leben/reisen/urlaub-dahoam/wandern-in-salzburg-tolle-wandertouren-im-tennengau-und-pinzgau-928693

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