Österreich

Rotkäppchen emanzipiert sich, der Wolf bleibt für immer der Böse

Wie das Märchen "Rotkäppchen und der böse Wolf" unsere Wahrnehmung des Tiers geprägt hat, über die literarische Horrorvorstellung vom Werwolf und über den Wolf als Stellvertreter des Menschen in der Literatur haben wir mit der Wiener Literaturwissenschaftlerin Heidi Lexe gesprochen.

Rotkäppchen und der böse Wolf – die Rollenverteilung ist klar.  SN/sn
Rotkäppchen und der böse Wolf – die Rollenverteilung ist klar.

SN: Der Wolf als Übeltäter: Was fällt Ihnen als erstes zu Rotkäppchen und der böse Wolf ein?Heidi Lexe: Die sexuelle Konnotierung, die das Märchen von Beginn an hatte. In der französischen Version von Charles Perrault war das noch viel eindeutiger, "leg dich zu mir" fordert der Wolf dort das Rotkäppchen auf. Das haben die Brüder Grimm ein bisschen abgemildert und ein Happy End eingeführt. Wenn man sich heute aber aktuelle Versionen ansieht, etwa das Bilderbuch "Das Mädchen in Rot" von ...

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