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AstraZeneca-Debatte: WHO verweist auf Risikobetrachtung der EMA

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfolgt die Diskussion um den Impfstoff von Astrazeneca aufmerksam. Eine Sprecherin verwies am Freitag auf die Beurteilung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, die zu dem Schluss kam, dass die Nutzen der Impfung mit dem Mittel größer seien als die Risiken.

 SN/AFP

Dänemark und andere Länder hatten Impfungen mit dem Stoff ausgesetzt. Als Grund wurden Berichte über einen Todesfall und schwere Erkrankungen durch Blutgerinnsel nach der Impfung genannt. Man könne jedoch noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Blutgerinnseln bestehe, hieß es.

Die WHO lässt sich bei Beurteilungen von einem Impfausschuss unabhängiger Experten beraten. Die Experten tagten mindestens alle zwei Wochen und würden sämtliche Präparate und Studien laufend prüfen, sagte die Sprecherin. Sie beschäftigten sich zur Zeit auch mit den Berichten über Astrazeneca. Wann der Ausschuss sich dazu äußern wird, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Die EMA kam zu dem Schluss, dass der Anteil der Thrombosekranken nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Präparat dem spontanen Auftreten dieser Erkrankung in der Normalbevölkerung entspricht. Bis 10. März hat die EMA 30 Fälle von "thromboembolischen Ereignissen" bei fast fünf Millionen mit dem Astrazeneca-Mittel geimpften Menschen registriert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bedauerte, dass die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff in einigen Ländern vor diesem Hintergrund ausgesetzt wurden.

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