Innenpolitik

Der Schulanfang bringt PCR-Tests, Sicherheitsphase und Abwasseranalyse

Knapp fünf Wochen vor Schulbeginn im Osten präsentierte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Mittwoch Details zu den Corona-Regelungen für den Schulbetrieb im Herbst. Flächige Schulschließungen und Schulbetrieb wie 2020 solle es nicht mehr geben, das stellte er klar.

Heinz Faßmann bei der Pressekonferenz am Mittwoch in Wien.  SN/imago images/SEPA.Media
Heinz Faßmann bei der Pressekonferenz am Mittwoch in Wien.

Der Präsenzunterricht solle in allen Schulstufen kontinuierlich stattfinden. Das sagte Bildungsminister Heinz Faßmann zu Beginn seiner Pressekonferenz. Impfen, Testen, Luftreinigung und Frühwarnsystem seien die vier Säulen. "Das Frühwarnsystem ist neu. Wir müssen nicht immer und überall testen, aber wir müssen testen, wenn ein Risiko gegeben ist. Und wir müssen das Risiko gleich erkennen." Regional könne dann reagiert werden. In 116 Kläranlagen würden aus diesem Grund auch Abwasseranalysen gemacht. Damit seien rund 75 Prozent der Schüler und 3062 Schulstandorte erfasst. Neu in der Schule werden PCR-Tests einmal in der Woche sein, zusätzlich zu den Antigentests. Die Post werde Partner dafür sein, wenn PCR-Tests abgeholt werden müssten. Im August würden die einzelnen Abläufe durchgetestet.

Schulstart mit Sicherheitsphase

Starten soll der Schulbetrieb mit einer Sicherheitsphase in den ersten vierzehn Tagen.

Da ist nach Angaben von Faßmann ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, der beim Einnehmen des Platzes abgenommen werden kann. Zudem solle drei Mal pro Woche getestet werden, beispielsweise am Montag mit einem Antigentest, am Dienstag mit einem PCR-Test und am Donnerstag mit einem Antigentest. "Ich will haben, dass wir die Schule gesichert beginnen." Ob die Maskenpflicht im Lauf des Herbsts falle, hänge von der Infektionssituation ab, "wir arbeiten mit dem Gesundheitsministerium zusammen".

"Für geimpfte Kinder gilt keine Testpflicht"

Der Bildungsminister setzt sich für das Impfen ein: "Impfen ist die beste Voraussetzung für einen sicheren Schulbetrieb." 19 Prozent der 12- bis 15-Jährigen hätten bereits eine Erstimpfung und 46 Prozent der 16- bis 19-Jährigen (Stand 2. August). Er ist überzeugt, dass diese Impfquote über den Herbst noch gesteigert werden kann. "Geimpft oder getestet, eines von den beiden muss erfüllt sein, um am Präsenzunterricht ohne Einschränkungen teilnehmen zu können." Für geimpfte Kinder gelte keine Testpflicht, das betonte Faßmann. "Das ist ein Incentive dafür, Ja zur Impfung zu sagen." Genesene Kinder werden offenbar wie nicht geimpfte Kinder behandelt und müssen sich testen lassen.

Luftreinigungsgeräte sollen nach Angaben des Bildungsministers dort eingesetzt werden, wo nicht gelüftet werden könne. Der Bund subventioniert die Anschaffung dieser Geräte durch die Schulerhalter. Dafür stehen bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung. Langfristig müssten in den Schulen mechanische Be- und Entlüftungsanlagen eingebaut werden.


Impfpflicht für Lehrer ist für Faßmann kein Thema

Eine Impfpflicht für Lehrer und Lehrerinnen lehnt Faßmann ab. Man dürfe sich nicht eine Berufsgruppe herauspicken, es brauchte eine konzeptionelle Grundlage für so einen Schritt. Er sieht die Notwendigkeit aber auch nicht.

Bereits während der Sommerschule im August und Anfang September fahren Impfbusse die Schulstandorte an. In Salzburg wird das in der Landeshauptstadt, Hallein, Seekirchen, Neumarkt, Radstadt, St. Johann, Bischofshofen, St. Michael, Mittersill und Zell am See sein. Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) sagt: "Alle, die sich impfen lassen wollen, können das Angebot unkompliziert wahrnehmen. Wer schon immunisiert ist, braucht nach den ersten beiden Schulwochen nicht mehr in der Schule testen, kann das aber selbstverständlich freiwillig weiterhin machen", informiert die Landesrätin.

Aufgerufen am 18.10.2021 um 04:54 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/der-schulanfang-bringt-pcr-tests-sicherheitsphase-und-abwasseranalyse-107523334

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