Chronik

Gaisberg: Spatenstich für Wasserleitung bis zum Gipfel steht bevor

Nach jahrelanger Verzögerung wird die Trinkwasserleitung nun doch bis auf den Gaisbergspitz gebaut. Für Wanderer und Radfahrer wird es Entnahmestellen geben.

Auf dem Gipfel des Gaisbergs haben die Wirte bislang mit Wassertanks und Lkw-Fuhren gearbeitet. Nun wird die Wasserleitung mit Unterstützung der Stadt Salzburg doch gebaut.  SN/robert ratzer
Auf dem Gipfel des Gaisbergs haben die Wirte bislang mit Wassertanks und Lkw-Fuhren gearbeitet. Nun wird die Wasserleitung mit Unterstützung der Stadt Salzburg doch gebaut.

2016 war alles schon fixiert. Die Stadt Salzburg hatte mit der Gemeinde Elsbethen vereinbart, dass es auf den Gaisberg bis zum Gipfel eine Wasserleitung geben soll. Im Dezember 2019 stoppte die Stadtpolitik das Projekt wegen "beihilfenrechtlicher Bedenken". Die Gemeinde Elsbethen hat ihren Teil sehr wohl in Angriff genommen und 2020 den Spaten gesetzt. Über 4,5 Kilometer Länge wurde die Wasserleitung vom Hochbehälter Elsbethen bis zum Gasthaus Mitteregg gebaut. Kosten: etwas mehr als zwei Millionen Euro.

Jetzt ist auch die Stadt Salzburg bereit. Am 16. Mai soll der Spatenstich gesetzt werden, um die Wasserleitung vom Gasthaus Mitteregg bis zur Zistel und weiter bis zum Gaisbergspitz zu führen. Den Bau übernimmt die "Wassergenossenschaft Gaisberg Spitz", die aus Obmann Daniell Porsche sowie Wirten und anderen besteht. Gebaut wird auf einer Länge von 3,4 Kilometern eine Hauptleitung, die Anschlüsse der Objekte sowie ein Pumpwerk und zwei Behälter. Die Kosten von 2,5 Millionen Euro werden vom Bund mit zwölf Prozent gefördert. 40.000 Euro pro Jahr gibt es vom Land Salzburg als Unterstützung für die Rückzahlung des Darlehens. 500.000 Euro kämen von der Stadt als einmalige Subvention, sagt Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Auf Stadtgebiet werde es außerdem drei Entnahmestellen geben, wo Radfahrer und Wanderer Trinkwasser entnehmen könnten. Diese verbleiben im Eigentum der Stadt und kosten 100.000 Euro.

Gaisbergkoordinator Florian Kreibich spricht von einem Millionenprojekt. "Aber das ist es eindeutig wert. Am Gaisbergspitz, wo jährlich Hunderttausende Besucher sind, ist es notwendig, dass eine Wasserversorgung gegeben ist. Es ist ein jahrzehntelanges Projekt. Ich bin sehr froh, wenn endlich einmal Wasser fließt." Bislang habe man hauptsächlich mit Wassertanks gearbeitet. 2024 solle die neue Leitung fertig sein, sagt Kreibich.

Aufgerufen am 01.07.2022 um 06:07 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/gaisberg-spatenstich-fuer-wasserleitung-bis-zum-gipfel-steht-bevor-120292492

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