Chronik

Virus-Mutation nun auch in Salzburg nachgewiesen

Zwei Fälle der ansteckenderen Variante sind mittlerweile bestätigt. Auch im Abwasser fanden sich Hinweise auf die britische Virus-Mutation.

Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz mahnt erneut zum Einhalten der Corona-Vorsichtsmaßnahmen.  SN/APA/BARBARA GINDL
Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz mahnt erneut zum Einhalten der Corona-Vorsichtsmaßnahmen.

In Salzburg wurden erstmals zwei Fälle der ansteckenderen Coronavirus-Variante B 1.1.7. nachgewiesen. Das meldet das Land Salzburg. Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz bestätigt, dass bei zwei Patienten die Virus-Mutation anhand einer DNA-Sequenzierung entdeckt wurde. Darüber hinaus ergaben auch Abwasseranalysen bei den Reinhalteverbänden Salzach-Pongau und Tennengau-Süd Hinweise auf die neue Variante.

"Experten gehen davon aus, dass die neue Variante des Virus doppelt so ansteckend ist. Dem können wir nur mit Abstandhalten und dem Tragen von FFP2-Masken etwas entgegen setzten", betont Juhasz.

17 Virus-Proben aus Salzburg wurden zur Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) geschickt, um diese auf die Corona-Virus-Variante B 1.1.7. zu überprüfen. "Bei zwei davon hat sich der Verdacht bestätigt. Die britische Corona-Mutation ist also auch in Salzburg angekommen. Weitere Proben, vor allem aus dem Raum Pongau, werden jetzt verstärkt zur Sequenzierung nach Wien geschickt", sagt Juhasz.

Mutation in Pongauer und Tennengauer Abwasser nachgewiesen

Wie die AGES heute der Landessanitätsdirektion mitgeteilt hat, konnten im Rahmen von regelmäßig laufenden Abwasseruntersuchungen Reste des Corona-Virus bei Proben vom 27. Dezember 2020 und 3. Jänner 2021 nachgewiesen werden. In der Kläranlage des Reinhalteverbands Salzach-Pongau waren es am 27. Dezember 16,11 Prozent und am 3. Jänner 2021, also binnen einer Woche, 54,82 Prozent. Beim Reinhalteverband Tennengau-Süd konnte bei 1,03 Prozent der Virenreste die neue Variante bestätigt werden.

Die Landessanitätsdirektorin ist angesichts der Virus-Mutation sehr besorgt. "Das Einhalten der Hygieneregeln ist jetzt wichtiger denn je. Darüber hinaus sollten wir ab sofort zwei anstatt einem Meter Abstand halten und den Mund-Nasen-Schutz wo immer und wann immer möglich durch eine FFP2-Maske ersetzen." Die Virus-Mutation sei deutlich ansteckender, das erfordere auch größere Vorsicht im Alltag. "Ich weiß, das geht allen schon auf die Nerven, aber wir Mediziner und alle Experten warnen aus gutem Grund vor dieser neuen Virus-Variante. Wir dürfen ihr so wenig Chance wie möglich zur Verbreitung geben", sagt Juhasz.

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