Chronik

Zeltstadt vor dem Krankenhaus: SALK errichten eigenen Coronabereich

Im Landeskrankenhaus wird ein eigenes Haus für die Versorgung von Covid-19-Patienten freigeräumt. Unfallversorgung gibt es künftig nur noch im Unfallkrankenhaus.

Auf dem Gelände des Uniklinikums wurden Zelte aufgestellt. SN/salki
Auf dem Gelände des Uniklinikums wurden Zelte aufgestellt.

Man müsse die Situation als positive Unruhe interpretieren. So kommentierte Primar Richard Greil die zahlreichen Vorbereitungsmaßnahmen, die derzeit vor allem im Salzburger Landeskrankenhaus in Erwartung vieler Covid-19-Patienten gesetzt werden.

Über Nacht wurden Zelte vor dem Gebäude der Dermatologie aufgebaut. Zudem werden derzeit besonders viele Krankentransporte rund um das Spital getätigt. Der Hintergrund: Das Uniklinikum räumt ein ganzes Haus für die Versorgung von Covid-19-Patienten frei.

Die Zelte vor der Dermatologie sollen dazu dienen, eine räumlich getrennte Erstabklärung von Personen abzuwickeln, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Virus besteht. "Wir müssen die Patientenströme trennen, damit es zu keinen Querinfektionen kommt", sagt Greil in einem Video, das für die Mitarbeiter des Spitals aufgenommen wurde, um über die aktuelle Situation zu informieren.

Das ist auch der Hintergrund für die vielen Krankentransporte. So werden derzeit so viele Patienten wie möglich in andere Krankenhäuser transferiert, damit Kapazitäten im Landeskrankenhaus für die Versorgung der Coronavirus-Patienten geschaffen werden.

Eine Grundversorgung von akuten Patienten werde es immer geben, sagt Greil. Die werde aber künftig teils in anderen Krankenhäusern stattfinden. So werden bis Mittwoch alle Unfallpatienten nur mehr im Salzburger Unfallkrankenhaus behandelt. Die Chirurgie West im Landeskrankenhaus, wo auch die Unfallabteilung untergebracht wird, soll für alle Patienten da sein, die nicht wegen des neuen Virus behandelt werden.

Und das Haus D soll künftig nur noch für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung stehen. Auch Spitalspersonal soll zwischen den verschiedenen Krankenhäusern rochiert werden.

Angesichts der Quarantäne von 86 Spitalsmitarbeitern - 33 Ärzten und 53 Pflegekräften - gebe es derzeit keine Probleme mit der Versorgung von Patienten, stellte Greil am Montag noch einmal klar. Ein Anästhesist und seine Lebensgefährtin, eine Pflegerin, hatten sich in Tirol mit dem Virus infiziert.

Es könne aber sein, dass man künftig die Quarantänebestimmungen lockern müsse. "Sollten wir das Personal benötigen, kann es sein, dass wir die Mitarbeiter unter Schutzmaßnahmen frühzeitig zurückholen müssen."

Quelle: SN

Aufgerufen am 24.01.2021 um 09:41 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/zeltstadt-vor-dem-krankenhaus-salk-errichten-eigenen-coronabereich-84853132

Das Coronavirus und seine Folgen

Das Coronavirus und seine Folgen

Jetzt lesen

Kommentare

Schlagzeilen